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S04-Niederlage zum Auftakt: Bekannte Schwächen und ein klares Signal

Der S04 verliert den Saisonauftakt, die größten Schwächen werden deutlich. Schnell wird wieder klar: Der Klassenerhalt ist und bleibt das einzige Ziel – und eine enorm große Aufgabe.
Der S04 musste sich zum Auftakt dem FCA geschlagen geben
Der S04 musste sich zum Auftakt dem FCA geschlagen geben | EyesWideOpen/GettyImages

Ein Platzverweis und eine deftige 0:3-Niederlage. So wünscht sich kein Aufsteiger seinen Auftakt in der Bundesliga. Beim FC Augsburg musste der FC Schalke diesen schmerzhaften Start in die Saison hinnehmen, schlussendlich auch verdient.

Es war eine Mischung aus den bekannten Schwächen, mit denen der S04 in diese Spielzeit startet, die in diesem Spielverlauf eine große Rolle gespielt haben. Dabei geht es einerseits um die fehlende Effizienz vor dem gegnerischen Tor und andererseits um das Tempo-Defizit in der Dreier-Innenverteidigung. Beides kam gegen den FCA deutlich zum Vorschein.

Die S04-Schwächen leiteten die Niederlage ein – garniert mit viel zu einfachen Fehlern

Königsblau mischte in der Anfangsviertelstunde gut mit und hatte mehrere durchaus nennenswerte Chancen, um selbst zu treffen – ehe Michael Gregoritsch in der 18. Spielminute zum ersten Streich ansetzte. Die mangelhafte Chancenverwertung sowie ein gut aufgelegter Finn Dahmen verwehrten der Mannschaft von Miron Muslic jedoch ein erstes Erfolgserlebnis, das bis dahin auch nicht unverdient gewesen wäre.

Zugleich wurde aber offensichtlich, dass die Augsburger die hohe Dreierkette zu einfach bespielen und sie mit Steckpässen unter Druck setzen konnten. Ein frühes Laufduell mit Anton Kade musste Nikola Katic trotz Vorsprung verloren geben und eine einfache Finte reichte später aus, um Timo Becker zu umkurven und den Ball quer durch den Fünfmeterraum für Gregoritsch aufzulegen. Zur ganzen Wahrheit gehört zwar auch, dass die Lücken zwischen der Abwehr und dem Mittelfeld zu groß waren und der jeweils Ballführende zu wenig unter Druck gesetzte wurde, sodass diese Situationen überhaupt möglich waren. Das kann aber vorkommen, zumindest zwischenzeitlich – doch dann ergibt sich das Risiko der fehlenden Geschwindigkeit.

Dass Schalke das Spiel mit weiteren groben Fehlern endgültig aufgab, etwa durch die unnötige Rote Karte für Ron Schallenberg oder durch den Aussetzer des eingewechselten Maxi Wöber, der dem FCA im Aufbauspiel und völlig ohne Not direkt in die Füße spielte und einen ebenso einfachen wie gefährlichen Umschaltmoment ermöglichte, kam noch erschwerend hinzu. Damit gaben die Knappen die Partie aus der Hand und sich der Auftaktniederlage hin.


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Ein Auftaktspiel als Erinnerung: Der Klassenerhalt ist und bleibt eine enorm große Herausforderung

Willkommen in der Bundesliga, lieber S04. Die zwei größten Schwächen, die ein Aufsteiger nun einmal nicht ganz kaschieren und sie wohl bestenfalls minimieren kann, wurden direkt zum Auftakt zu mitentscheidenden Faktoren.

Personelle Veränderungen in der Abwehr wird es aber nicht mehr geben. Dazu scheint auch weitere Verstärkung für den Angriff unwahrscheinlich zu sein – selbst wenn Moussa Sylla noch gehen sollte, wonach es zurzeit ebenso wenig aussieht.

Auswärts in Augsburg ist es immer unangenehm und auch gestandene Erstligisten können in diesem Spiel mal scheitern. Das ist soweit nicht das Problem. Auch, dass die vermeintlichen Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt wie die SV Elversberg und der 1. FC Köln direkt dreifach und der SC Paderborn zumindest einfach gepunktet haben, hat noch keine Aussagekraft. Es ist der erste Spieltag, die ersten drei von 102 Punkten sind vergeben. Dennoch dürfte dieses erste Spiel zumindest untermauern, dass es für Schalke einzig und allein um den Klassenerhalt geht und dass dieses Ziel bereits eine sehr, sehr große Herausforderung wird.


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