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S04 mit rechter Problem-Seite: So reagiert Muslic auf die Personalnot

Schalke hat zurzeit keinen rechten Schienenspieler zur Verfügung. Auch die von Miron Muslic angepriesenen internen Lösungen gibt es in dieser Form eigentlich gar nicht.
Miron Muslic im S04-Training
Miron Muslic im S04-Training | picture alliance/GettyImages

Beim 5:0-Testspielsieg über Hessen Kassel setzte der FC Schalke erstmals in dieser Saisonvorbereitung auf eine klare Dreierkette in der Abwehr. Dementsprechend ließ Miron Muslic nicht mit klassischen Außenverteidigern, sondern eben mit Schienenspielern aufspielen. Während die linke Seite mit Robin Gosens besetzt wurde und somit von einem Spieler, der sich in dieser Rolle heimisch fühlt, gab es auf der rechten Seite mit Dejan Ljubicic ein kleines Experiment mit dem Zentrumspieler.

Abgesehen davon, dass sowohl Gosens als auch Ljubicic etwas früher und später beide verletzungsbedingt ausgewechselt werden mussten (90min berichtete), wurde damit bereits eines deutlich: Auf der rechten Seite hat Schalke ein personelles Problem.

Solange der S04 noch mit der Viererkette aufspielt, kann Timo Becker als regulärer Rechtsverteidiger aufspielen – wie auch schon in der vergangenen Rückrunde. Ein Schienenspieler ist er allerdings nicht, wenngleich er diese Rolle in seiner Karriere auch schon übernommen hat. Ljubicic auf rechts war bereits ein Experiment, das dadurch unterstrichen wurde, dass Soufian El-Faouzi nach der Auswechslung seines Mitspielers auf diese Position rückte. Der zweite Zentrumspieler, der die rechte Schiene beackerte.

"Ich habe letzte Saison nicht gejammert, das werde ich auch dieses Jahr nicht tun", kommentierte Muslic die verzwickte Ausgangslage auf rechts (via WAZ). "Wir werden Lösungen suchen. Und diese Lösungen liegen immer innerhalb des Kaders."

Experimente auf der rechten Seite – die internen Lösungen gibt es eigentlich gar nicht

Diese internen Lösungen, die Muslic dabei anspricht, sind aber äußerst rar gesät. Mit Adrian Gantenbein fällt die vermeintliche Nummer eins für die rechte Schiene über einige Wochen aus und Finn Porath scheint bei Königsblau gar keine Rolle mehr zu spielen. Dass er selbst hinter Ljubicic und El-Faouzi zurückstecken musste und nur einen Kurzeinsatz gegen Hessen Kassel bekam, ist dahingehend ein (weiteres) klares Zeichen. Somit bleiben eher Experimente anstatt klare Lösungen übrig. Umso größer fällt damit die Notwendigkeit aus, sich noch extern nach Verstärkung umzuschauen.

Junior Dina Ebimbe wäre wohl eine solche Personalie. Der 25-Jährige hat in seiner bisherigen Laufbahn vorrangig als rechter Mittelfeldspieler aufgespielt, sodass er – insofern er nicht für die offensivere Rolle eingeplant wäre, was angesichts des konkreten Interesses an Jesper Lindstrøm aber unwahrscheinlich ist – dafür wohl der geeignetste Spieler wäre. Allerdings scheint es in den anhaltenden Verhandlungen zwischen Schalke und Eintracht Frankfurt noch immer keinen allzu nennenswerten Fortschritt zu geben. Die finanziellen Erwartungen an diesen etwaigen Transfer liegen schlichtweg zu weit auseinander, eine Einigung wirkt kompliziert.

Sollte mit Ljubicic eine für Muslic wohl naheliegende Alternative nun auch für etwas längere Zeit ausfallen, wächst die Notwendigkeit für einen externen Neuzugang nur weiter und mit mehr Spannung wird zu sehen sein, wie der Coach diese Lücke in den nächsten Testspielen füllt. Bis zum ersten Pflichtspiel, der ersten Runde im DFB-Pokal, sind es allerdings auch nur noch drei Wochen.


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