Grundsätzlich ist alles für die Rückkehr von Manuel Neuer ins Tor der Deutschen Nationalmannschaft vorbereitet. Im Laufe des Dienstags war zu hören, dass Julian Nagelsmann diese Nachricht auch schon Oliver Baumann überbracht haben soll (90min berichtete). Der eigentlich als Nummer eins angedachte Keeper soll zwar enttäuscht gewesen sein, aber zugleich die Rolle als Ersatztorwart für die Weltmeisterschaft akzeptiert haben.
Doch während die offizielle Bestätigung von Nagelsmann am Donnerstag noch abgewartet wird, auch im Hinblick auf die jüngste Verletzung von Neuer, stellt sich eine Frage ebenfalls: Wie kam es schlussendlich überhaupt zu dieser Kehrtwende?
Den Informationen der Sport Bild zufolge sollen sich auch mehrere Leistungsträger aus dem DFB-Team für das Neuer-Comeback gegenüber dem Bundestrainer ausgesprochen haben. Auch seine guten Leistungen in der Champions League, etwa gegen Real Madrid, sollen ein entsprechender Katalysator gewesen sein. So haben sich auch mehrere Bayern-Spieler an Neuer gewandt und ihn dazu ermutigt, sein zuvor kategorisches Nein zu einer Rückkehr zur Nationalmannschaft zu überdenken.

Die anfängliche Tendenz des inzwischen 40-jährigen Torhüters, sich doch offener zu diesem Szenario zu zeigen, sei dann auch dem DFB mitgeteilt worden. So kam es überhaupt zum offenen Gedankenspiel seitens Nagelsmann, bei der WM doch auf Neuer setzen zu können und dann wohl auch setzen zu wollen.
Während der Austausch zwischen Neuer und Nagelsmann also wieder intensiviert wurde, sprach sich beim Verband auch Rudi Völler für das Comeback des Bayern-Keeper aus. Der Sportdirektor der Nationalmannschaft hatte bereits zum damaligen Rücktritt mit ihm vereinbart, dass dieses DFB-Aus eventuell nochmal revidiert werden könnte, falls es die Situation erfordere und hergebe. Den Fall sah der 66-Jährige nun offenbar als gegeben an.
Jetzt steht soweit nur noch die offizielle Bestätigung seitens Nagelsmann aus, wenn er am Donnerstag seinen WM-Kader bekanntgeben wird. Natürlich wird eine Voraussetzung sein, dass Neuer nur kurzzeitig ausfällt und bestenfalls auch schon am Samstag, im Finale des DFB-Pokals, schon wieder aufspielen kann. Mitnehmen und ihn dann auch als Nummer eins einsetzen – das ist der Plan, der sich über die letzten Wochen und Monate entwickelt hat.
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