Robert Andrich will es noch einmal wissen. Der Kapitän von Bayer Leverkusen wittert nach dem Wechsel auf dem Bundestrainerposten seine Chance und peilt unter Jürgen Klopp die Rückkehr in die Nationalmannschaft an. Klopp hatte zuletzt von der Liste von 57 Spielern gesprochen, die er für eine Nominierung im Blickfeld hat. Gehört auch Andrich dazu? Und wie will der der 31-Jährige, der seit November 2024 nur noch zu drei Kurzeinsätzen im DFB-Dress kam und auch im WM-Aufgebot von Julian Nagelsmann fehlte, Klopp von sich überzeugen?
Ob er Klopps ominöser Liste angehört, wisse er selbst nicht, sagte Andrich im Interview mit der Bild : "Aber ich hoffe natürlich, dass ich demnächst wieder zum Kreis der Nationalmannschaft gehöre. Das ist für jeden Spieler das große Ziel. Wenn du schon mal dabei warst, willst du wieder hin. Wenn nicht, willst du es zum ersten Mal schaffen. Ich will mich so zeigen, dass ich wieder dazugehöre."
Erst Experten-Kollegen, dann Trainer und Spieler?
Am fehlenden Kontakt zwischen Klopp und Andrich sollte es zumindest nicht scheitern. Beide waren während der WM als Experten bei MagentaTV am Mikrofon und kennen sich gut. Nun will Andrich Klopp davon überzeugen, dass er die Nationalmannschaft nicht nur mit Kommentaren begleiten, sondern auch auf dem Platz mit seinen fußballerischen Fähigkeiten bereichern kann.
"Wenn ich fit bin, wenn ich agil bin, wenn ich aggressiv bin, dann bringe ich einiges mit, was er in seiner Mannschaft haben möchte und was für ihn interessant sein könnte", sagte Andrich betont selbstbewusst. Dass er in Leverkusen wieder im defensiven Mittelfeld statt in der Abwehr eingeplant ist, kommt Andrich zudem bei seinem Vorhaben sehr gelegen.
Dort kämen seine Fähigkeiten "am besten zum Tragen", erklärte Andrich: "Im Mittelfeld fühle ich mich am wohlsten und versuche, dort wieder in meinen Rhythmus zu kommen." Und auch angesichts der Konkurrenz im Mittelfeldzentrum der Nationalmannschaft wirkt die Rückkehr auf die angestammte Position nicht gerade chancenschmälernd.
