Was seine eigene Zukunft ab Sommer betrifft, ließ Haris Tabakovic zuletzt aufhorchen. Der Stürmer von Borussia Mönchengladbach, der noch bis Sommer von der TSG Hoffenheim ausgeliehen ist, verriet, dass es derzeit keine Gespräche über einen längeren Verbleib am Niederrhein gebe. Dabei ist er aktuell mit elf Saisontoren der mit Abstand beste Torschütze seines Teams.
"Es wird erst dann möglich sein, über grundsätzliche Transfers zu sprechen, wenn wir wissen, ob wir in der Bundesliga sind", erklärte Borussias Sportdirektor Rouven Schröder später. Nach der 0:1-Niederlage bei RB Leipzig beträgt der Vorsprung auf den Relegatonsplatz weiterhin fünf Punkte, was fünf Spieltage vor Saisonende wahrlich nicht als Polster ausreicht, um schon für die neue Spielzeit zu planen. Zum anderen verwies Schröder auf andere Stürmer wie Tim Kleindienst, Shuto Machino oder den aktuell an Celtic Glasgow verliehenen Tomas Cvancara, die auf der "Payroll" der Gladbacher stehen.
Für Tabakovic ruft die TSG Hoffenheim nun angeblich fünf Millionen Euro auf. Diese Summe könnte für die finanziell arg gebeutelte Borussia zu hoch sein, auch wenn allein durch den Verkauf von Rocco Reitz an RB Leipzig frisches Geld in die Kassen kommt. Hinzu kommt, dass wohl bereits andere Interessenten lauern.
Stürmt er bald in der 2. Liga? Tabakovic plant vorerst mit Hoffenheim-Rückkehr
Wie die Rheinische Post berichtet, ist neben Leeds United und dem OSC Lille auch der VfL Wolfsburg an Tabakovic dran. Mit den Wölfen, die selbst bei einem Abstieg wohl über andere finanzielle Mittel als die Gladbacher verfügen würden, soll es bereits Gespräche gegeben haben. Und zwar über einen Transfer unabhängig von der Ligazugehörigkeit der Wolfsburger.
Wie man im Unterhaus für Tore sorgt, weiß Tabakovic derweil ganz genau. Vor seinem Wechsel nach Hoffenheim trug der Mittelstürmer 23/24 das Hertha-Trikot und avancierte mit 22 Treffern zum Zweitliga-Torschützenkönig.
WM könnte Tabakovic-Karten neu mischen
Doch wie plant der Stürmer, der Bosnien und Herzegowina zuletzt zur WM schoss, seine Zukunft? "Es sind für mich fünf Spiele, da geht es darum, dass der Verein in der Liga bleibt, das ist mein Job. Dann hoffe ich, gesund zur WM zu fahren. Danach bin ich, Stand jetzt, Spieler von Hoffenheim", erklärte Tabakovic am Samstagabend im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF.
Im Kraichgau hat der 31-Jährige noch bis Sommer 2027 Vertrag. Doch davon, dass er noch einmal für die TSG aufläuft, ist aktuell nicht auszugehen. Macht Tabakovic bei der WM auf sich aufmerksam, könnte die Zahl der Interessenten weiter steigen. Gladbach hingegen hätte dann wohl noch schlechtere Karten auf eine feste Verpflichtung.
