Es schien nur noch eine Frage von Tagen zu sein, bis Bayer 04 Leverkusen die sensationelle Rückkehr seines einstigen Top-Scorers Moussa Diaby offiziell verkünden würde. Doch die anfängliche Euphorie um den Transfer-Coup ist zuletzt spürbar verflogen. Wie Sky berichtet, haben sich die Verhandlungen mit Diabys aktuellem Klub Al-Ittihad massiv verkompliziert.
Der 27-jährige Flügelstürmer war erst im Sommer 2024 für satte 60 Millionen Euro von Aston Villa in die Saudi Pro League gewechselt. Nun zieht es den elffachen französischen Nationalspieler offenbar wieder zurück in die sportlich relevantere Bundesliga.
Einigung mit dem Spieler steht bereits
Grundsätzlich sind sich Bayer Leverkusen und Diaby bereits einig. Der pfeilschnelle Rechtsaußen, der zwischen 2019 und 2023 in 172 Pflichtspielen für die Werkself 49 Tore erzielte und 47 weitere vorbereitete, soll am Rhein ein langfristiges Arbeitspapier bis zum 30. Juni 2031 unterschreiben.
Auch die Rahmenbedingungen für die Ablöse scheinen im Hintergrund geklärt zu sein. Demnach würde der deutsche Bundesligist eine Summe von knapp unter 30 Millionen Euro in die Wüste überweisen.
Finanziell wäre der Deal für Bayer 04 sogar ein absolutes Meisterstück. Der Klub hatte den Franzosen 2023 für 55 Millionen Euro nach England verkauft. Nun könnte man ihn nach drei Jahren für fast die Hälfte der einstigen Einnahmen zurückholen.
Das finanzielle Mega-Dilemma in Saudi-Arabien
Doch der Teufel steckt im Detail – genauer gesagt in Diabys astronomischem Gehalt. Bei Al-Ittihad kassiert der Franzose aktuell ein garantiertes Jahresgehalt von über zehn Millionen Euro netto. Sein Vertrag in Saudi-Arabien läuft eigentlich noch bis 2029.
In Leverkusen müsste er massive finanzielle Abstriche in Kauf nehmen. Hier soll ihm ein Jahresgehalt von nur sechs Millionen Euro plus erfolgsabhängigen Prämien winken. Um diese enorme Diskrepanz zu überbrücken, verhandelt die Diaby-Seite aktuell offenbar intensiv mit ihrem Noch-Arbeitgeber über eine saftige Abfindung.
Solange diese Frage nicht final geklärt ist, liegt der Wechsel nach Leverkusen faktisch auf Eis. Die Werkself ist zum Warten verdammt und hofft auf ein baldiges Signal aus Nahost.
Ein deutscher Trainer und Inter Mailand funken dazwischen
Neben den finanziellen Hürden gibt es laut Medienberichten auch sportliche Widerstände gegen den Transfer. Während die Vereinsführung von Al-Ittihad einem lukrativen Verkauf durchaus aufgeschlossen gegenübersteht, wehrt sich der deutsche Trainer Jens Wissing vehement gegen den Verlust seines Schlüsselspielers. Dass Diaby für die Saudis noch immer extrem wertvoll ist, bewies er erst kürzlich wieder, als er in der asiatischen Champions-League-Qualifikation ein Tor vorbereitete.
Als zusätzliche Gefahr im Hintergrund lauert zudem Inter Mailand. Der italienische Meister gilt ebenfalls als großer Interessent für den Außenstürmer. Ein erstes Angebot der Italiener in Höhe von 20 Millionen Euro plus Mittelfeldspieler Kristjan Asllani wurde von den Saudis zwar bereits abgelehnt, doch Inter bleibt weiterhin auf der Lauer.
Trotz aller Hindernisse gibt man sich im Lager von Bayer Leverkusen weiterhin optimistisch, den verlorenen Sohn bald wieder in der BayArena begrüßen zu dürfen. Der Poker um Moussa Diaby verspricht in den kommenden Tagen jedenfalls noch reichlich Spannung.
Weitere Leverkusen-News lesen:
