Beim ersten Pflichtspiel der neuen Saison hat Eugen Polanski bei Borussia Mönchengladbach für ein fettes Ausrufezeichen gesorgt: Florian Neuhaus und Joe Scally wurden gar nicht erst für den Spieltagskader im DFB-Pokal nominiert – dafür aber die Nachwuchskräfte Fritz Fleck, Mathieu Nguefack und Iaia Danfa.
Ein deutlicheres Signal an das Duo hätte es eine knappe Woche vor der Schließung des Transferfensters kaum geben können.
Schröder über Neuhaus und Scally: "Ich wäre unzufrieden"
Auf Nachfrage der Bild richtete Sportchef Rouven Schröder klare Worte an Neuhaus und Scally: "Sie bleiben weiter vollberechtigte Lizenzspieler, wir respektieren ihre Verträge. Aber sie haben beide eine Laufzeit bis 2027 und müssen sich jetzt natürlich die Frage stellen: Wie richte ich mich aus?"
"Ich an ihrer Stelle wäre auf jeden Fall unzufrieden", fügte Schröder vielsagend hinzu. "Mal sehen, ob jetzt Bewegung reinkommt."
Schröder attestierte dem Duo zwar gute Trainingsleistungen und betonte, dass beide "super Kerle und super Fußballer" seien. Eine Zukunft bei Borussia haben sich trotzdem nicht. Während Joe Scally von einem Wechsel in die Premier League träumt und seinen bis 2027 datierten Vertrag wohl nicht verlängern wird, ist bei Neuhaus vor allem sein vier Millionen Euro schweres Jahresgehalt ein dickes Problem für die Fohlenelf.
Eugen Polanski ließ die Zukunft des Duos offen und begründete ihr Fehlen gegen Schott Mainz in erster Linie mit taktischen Gründen: "Die Entscheidung für den Kader in Mainz hatte mit der Ausrichtung für dieses konkrete Spiel zu tun. Das kann Samstag in Leipzig schon wieder anders aussehen."
Klingt aber eher nach den üblichen Floskeln in einer solchen Situation, zumal es mit Tim Kleindienst und Fabio Chiarodia im Vergleich zum Pokalspiel zwei weitere Spieler gibt, die in den Kader drängen. Und die im Gegensatz zu Neuhaus und Scally eine echte Zukunft am Niederrhein haben.
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