Der österreichische Nationalspieler Maximilian Wöber (28) soll in der anstehenden Saison die Defensive des Bundesliga-Aufsteigers FC Schalke 04 stabilisieren. Nachdem Wöber seinen Vertrag beim englischen Klub Leeds United vorzeitig aufgelöst hatte, wechselte der spielstarke Linksfuß ablösefrei ins Revier.
Doch hinter den Kulissen achteten die S04-Bosse ganz genau auf das Kleingedruckte: Wöber erhielt einen stark leistungsbezogenen Einjahresvertrag bis 2027.
Einsatzzeiten als Schlüssel: Die Vertrags-Klausel
Grund für die enorme Vorsicht ist die verheerende Verletzungsserie des Verteidigers in der jüngeren Vergangenheit. Wie Sportvorstand Frank Baumann am Rande des Trainingslagers im österreichischen Neustift erklärte, wollte der Verein das finanzielle Risiko bei diesem Deal ganz bewusst gering halten.
"Bei einem Spieler, der die letzten zwei Jahre viel Pech hatte, wollten wir im Vorfeld mögliche Risiken minimieren“, verriet Baumann in einer Medienrunde. Gleichzeitig ließ er durchblicken, dass es eine klare Perspektive für eine längere Zusammenarbeit gibt: "Allerdings gibt es auch die Option auf eine Verlängerung, wenn es für beide Seiten passt.“
Nach Medienberichten von RUHR24 ist dieser Verlängerungspassus strikt an bestimmte Einsatzzeiten geknüpft. Konkret bedeutet dies, dass das Arbeitspapier des Abwehrspielers zunächst nur für ein Jahr bis zum Sommer 2027 befristet ist und ein stark leistungsbezogenes Gehalt beinhaltet. Erst wenn Wöber eine vertraglich exakt festgelegte Anzahl von Pflichtspieleinsätzen erreicht, greift die entsprechende Klausel und der Vertrag verlängert sich.
Seuchenjahr bei Werder Bremen kostete die WM-Teilnahme
Dass Schalke diese Vorsichtsmaßnahme ergreift, ist angesichts Wöbers letzter Spielzeit mehr als nachvollziehbar. Seine Leihe zum SV Werder Bremen in der abgelaufenen Saison 2025/26 geriet zu einem wahren sportlichen Albtraum. Immer wieder warfen ihn schwere Muskelverletzungen (unter anderem ein Muskelbündelriss) zurück, sodass er lediglich auf zwei Kurzeinsätze in der Bundesliga kam – das entspricht erschreckenden 1,1 Prozent der möglichen Einsatzminuten.
Die mangelnde Spielpraxis hatte für den 31-fachen Nationalspieler bittere Konsequenzen: Österreichs Teamchef Ralf Rangnick strich Wöber aus dem Kader für die Weltmeisterschaft 2026. Auf Schalke will er dieses Jahr zum Vergessen nun endgültig hinter sich lassen.
Neustart unter Muslic mit bekannten Gesichtern
Trotz der strengen Vertragsbedingungen zögerte der Neuzugang nicht. Baumann lobte die Einstellung und den Willen des Österreichers: "Max war sehr schnell fein mit unserem Angebot – und uns war zeitgleich wichtig, dass wir das Gefühl bekommen haben, dass er unbedingt möchte und sich beweisen will.“
Dabei helfen dürften ihm bekannte Gesichter in der Kabine. Mit Dejan Ljubicic und Junior Adamu stehen gleich zwei Landsmänner im Schalker Kader, die Wöber bestens aus der Nationalmannschaft kennen. Unter der Anleitung von S04-Trainer Miron Muslic soll der Innenverteidiger nun wieder zu jener Form finden, die ihm in der Vergangenheit immerhin kumulierte Transfererlöse von über 40 Millionen Euro einbrachte.
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