Mit Hector Fort hatte Borussia Dortmund in den letzten Tagen des Transferfensters noch einen Kandidaten für die rechte Abwehrseite beziehungsweise für die rechte Schiene gefunden. Der Youngster des FC Barcelona hat sich schlussendlich Real Sociedad angeschlossen – während der Bundesligist keine Alternative mehr in den Fokus genommen hat.
Dementsprechend fiel die Verstärkung für die Defensive aus, es bleibt die womöglich größte Baustelle im Kader. Lars Ricken hingegen sieht dort "gar nicht so eine große Lücke", wie er im Gespräch mit Sky Sport erklärte.
"Letztendlich können links und rechts Svensson und Ryerson spielen. Insofern sehe ich das eigentlich weniger problematisch. Und wenn wir das Gefühl haben, dass wir dort noch dann etwas machen müssen, gibt es eventuell auch noch eine Wintertransferperiode in dreieinhalb Monaten", gab sich der Geschäftsführer von Schwarz-Gelb tiefenentspannt. Bliebe im Sinne der Dortmunder zu hoffen, dass keiner der beiden voraussichtlichen Stammspieler verletzungsbedingt ausfällt.
Ricken betont die "gute Balance im Kader" und sieht einen klaren Offensiv-Auftrag
Insgesamt blickt Ricken auch mit zufriedener Miene auf den gesamten BVB-Kader. "Ob es eine gute Transferperiode war, wird sich ja zum Ende der Saison entscheiden. Aber prinzipiell glaube ich tatsächlich, dass wir eine gute Balance im Kader haben", führte der 50-Jährige aus und verwies dabei auch darauf, dass die Leistungsträger und Stammspieler gehalten wurden. Dazu lobte er die Mischung aus bereits erfahrenen Spielern in ihrem "Peak" und auch jüngeren Spielern, die noch Entwicklungspotenzial haben, zugleich aber schon jetzt einen sportlichen Mehrwert bieten.
Einen vermeintlichen Fokus auf Offensivspieler in diesem Sommer stritt Ricken derweil nicht ab, sondern begründete dies auch mit der sportlichen Herangehensweise: "Dementsprechend ist natürlich klar, dass wir nach vorne spielen wollen, dass wir mutig sein wollen, dass wir mit dieser Spielweise auch herausfordernd sein wollen." Dennoch werde man "nicht immer Spektakel" bieten können, bei rund 50 Spielen pro Saison. "Da ist auch mal ein knapper Sieg oder, in Anführungszeichen, ein dreckiger Sieg notwendig", betonte er.
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