Die Vorbereitungstour in Asien biegt auf die Zielgerade ein, und bei Borussia Dortmund lichten sich allmählich die taktischen Nebel. Wie die Bild-Zeitung berichtet, hat Cheftrainer Niko Kovac im Trainingslager in Tokio eine absolut wegweisende Entscheidung für die kommende Spielzeit getroffen.
Obwohl intern in den vergangenen Wochen immer wieder intensiv über eine Rückkehr zur klassischen Viererkette diskutiert wurde, bleibt der BVB seinem System treu. Die Schwarz-Gelben werden auch in der neuen Saison mit einer Fünferkette agieren.
Durch diese systemische Festlegung steht zugleich das Grundgerüst der Dortmunder Mannschaft. Acht der elf begehrten Stammplätze sind nach den bisherigen Eindrücken der Vorbereitung bereits fest an absolute Leistungsträger vergeben.
Abwehrsorgen zwingen Kovac zur Improvisation
Zwischen den Pfosten gibt es ohnehin keine Diskussionen. Hier ist und bleibt Gregor Kobel die unangefochtene Nummer eins und der sichere Rückhalt der Westfalen. Davor stellt sich die defensive Dreierzentrale aufgrund massiver Verletzungssorgen aktuell fast von alleine auf. Da mit Nico Schlotterbeck und Emre Can zwei Säulen für die ersten Wochen der neuen Saison ausfallen, ist in der Abwehr etwas Improvisation gefragt.
Abwehrchef Waldemar Anton und Sommer-Neuzugang Joane Gadou gelten im Defensivzentrum als gesetzt. Sobald Ramy Bensebaini vollständig fit ist, dürfte auch er nach seiner Rückkehr direkt wieder seinen Platz in der Startelf einnehmen.
Klare Verhältnisse herrschen zudem auf der rechten defensiven Außenbahn. Hier hat Dauerbrenner Julian Ryerson ganz klar die besten Karten auf einen unumstrittenen Stammplatz.
Überraschung auf der linken Außenbahn
Deutlich spannender gestaltet sich der Konkurrenzkampf auf der gegenüberliegenden linken Seite. Hier streitet sich Daniel Svensson überraschend mit einem eigentlichen Offensivspieler um die Einsatzminuten: Maximilian Beier wird von Kovac weiterhin als ernsthafte Option für die anspruchsvolle Position des linken Schienenspielers angesehen und kam beim jüngsten Test gegen Tokio erneut genau dort zum Einsatz.
Im zentralen Mittelfeld gibt es derweil kaum Fragezeichen. Felix Nmecha und Jobe Bellingham sollen das neue, dominierende Top-Duo im Dortmunder Maschinenraum bilden.
Beide Akteure genießen intern ein riesiges Vertrauen. Sie rechtfertigen dies in der Vorbereitung aktuell mit einer deutlich verbesserten und präsenteren Körpersprache im direkten Vergleich zur abgelaufenen Saison. Ganz vorne im Sturm ist Torjäger Serhou Guirassy ohnehin die klare Nummer eins.
Harter Kampf um die kreative Zentrale
Bleiben somit nur noch zwei offene Positionen in der Startelf. Richtig spannend wird nun der finale Kampf um die beiden offensiven Plätze direkt hinter der Spitze.
Hier drängen gleich mehrere hochkarätige Akteure in die erste Elf. Fabio Silva und Carney Chukwuemeka kämpfen ebenso verbissen um ihre Chance wie Top-Neuzugang Konstantinos Karetsas.
Zudem darf sich auch das aufstrebende Nachwuchstalent Samuele Inacio berechtigte Hoffnungen machen, von Kovac das Vertrauen von Beginn an zu erhalten. Das Dortmunder Gerüst steht in jedem Fall – der Kampf um die finalen Plätze für den Bundesliga-Start ist nun aber offiziell eröffnet.
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