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Remis im Rheinderby: Polanski zwischen Punktgewinn und verpasster Chance

Das Unentschieden in Köln brachte der Borussia sowohl Lob als auch Kritik vom eigenen Cheftrainer ein.
Eugen Polanski
Eugen Polanski | picture alliance/GettyImages

Mit einem Sieg im Rheinderby hätte Borussia Mönchengladbach sogar bis in die obere Tabellenhälfte vorstoßen können – zumindest zwischenzeitlich. Stattdessen blieb der erhoffte Erfolg aus. Das 3:3-Unentschieden beim 1. FC Köln brachte keinen Sieger hervor, wenngleich die Fohlenelf etwas besser mit dem Punktgewinn leben zu können scheint.

"Es war alles drin heute. Wenn man es nüchtern betrachtet, war es ein gerechtes 3:3. Jeder Punkt zählt für den Klassenerhalt, wir haben Köln auf Distanz gehalten, die unbedingt gewinnen wollten", resümierte Rouven Schröder anschließend (via Rheinische Post). Der Effzeh bleibt somit drei Punkte hinter der Borussia, was zugleich den Vorsprung auf den Relegationsplatz bedeutet, sollte der FC St. Pauli am späten Sonntagnachmittag das Heimspiel gegen den SC Freiburg gewinnen.

Gemischtes Fazit: Lob und Kritik von Polanski für seine Borussia

"Es war extrem viel Derby drin, vielleicht für beide Trainer ein Tick zu wenig Inhalt. Aber ich kann das meiner Mannschaft nicht vorwerfen", schien Eugen Polanski nicht ganz zu wissen, ob er das Unentschieden als guten Punktgewinn oder doch verpasste Chance einordnen sollte. Sein Team habe immerhin "viel Leidenschaft" gezeigt, merkte er an.

Womit Polanski aber keinesfalls zufrieden war: Die Abwehrleistung bei den frühen Gegentoren. "Das war zu billig", kritisierte er und führte aus: "Wir haben schonmal besser verteidigt, waren mehr am Mann, hatten die Füße drin, wirkten agiler, was das Mindset angeht." Zugleich wusste er aber auch zu betonen, dass seine Mannschaft nach dem zwischenzeitlich gedrehten Spiel zum 1:2-Rückstand nicht weggebrochen ist.

So konnte der Gladbach-Cheftrainer ein paar Aspekte loben und wiederum andere auch kritisieren – was vermutlich für ein tatsächlich gerechtes sowie verdientes Remis spricht. "Derby ist Derby. Wenn der Erste gegen den 18. gespielt hätte, wäre es das gleiche Spiel gewesen", fasste Polanski umso passender zusammen.

Obwohl die Borussia die Chance auf einen Brustlöser und Mutmacher verpasst hatte, und der Vorsprung auf den Relegationsplatz lediglich zwischen drei und fünf Punkten liegt, gibt es laut dem Datendienstleister Opta nur eine vierprozentige Chance darauf, dass die Gladbacher selbst zum Saisonende auf dem Relegationsplatz landen oder gar direkt absteigen (via RP).

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