Reines Glück für Schlotterbeck? Scharfe Kritik am BVB-Star
Von Leonard Schmidt

Der 3:2-Sieg des BVB über den FC St. Pauli dürfte bei kaum einem Fan als rundum gelungener Erfolg durchgehen. Zwar standen am Ende drei Punkte auf dem Konto, doch bis zum Schlusspfiff tat sich Dortmund gegen einen vermeintlich kleineren Gegner enorm schwer.
Entsprechend kritisch fiel die Analyse aus. Sowohl Fans als auch Experten monierten zahlreiche Aspekte des Dortmunder Auftritts. Besonders eine Szene stand dabei im Fokus der Diskussionen im Doppelpass. Stefan Effenberg und Armin Veh sprachen dabei aber ausnahmsweise nicht über die Leistungen selbst, sondern vielmehr über die Bewertung einer strittigen Aktion durch Schiedsrichter Harm Osmers.
Böses Foul von Schlotterbeck sorgt für harte Worte
Bereits in der Anfangsphase kam Nico Schlotterbeck bei einem Zweikampf gegen Pauli-Spieler Pyrka deutlich zu spät. Der Dortmunder ging mit gestrecktem Bein und offener Sohle in die Aktion und traf seinen Gegenspieler im Bereich der Achillessehne. Harm Osmers entschied sich in dieser Situation für die Gelbe Karte. Angesichts des Trefferbildes wurde jedoch schnell die Frage nach einer härteren Strafe laut.
"Er kommt zu spät, und da hätte es Rot geben müssen."
- Stefan Effenberg
Genau diese Einschätzung vertraten auch die Experten im "Doppelpass" auf Sport1. Der frühere Bundesliga-Trainer Armin Veh fand klare Worte: "Er wollte den Ball treffen, hat ihn aber nicht getroffen. Das ist eine klare Rote Karte." Stefan Effenberg schloss sich dieser Meinung an: "Er kommt zu spät, und da hätte es Rot geben müssen."
Auch Pauli-Trainer Alexander Blessin zeigte sich fassungslos über die Entscheidung: "Wie Schlotterbeck da reingeht, da ist alles gegeben. Er spielt den Ball nicht, geht knöchelhoch rein. Da ist im Normalfall der Fuß ab. Dann sprechen wir nach einer Viertelstunde über eine Rote Karte."
Eine frühe Unterzahl hätte den Spielverlauf massiv beeinflusst. So blieb dem BVB am Ende das nötige Glück erhalten, um trotz der eigenen Probleme drei Punkte mitzunehmen.
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