Obwohl Nico Schlotterbeck erst im Frühling seinen Vertrag beim BVB bis 2031 verlängert hat, war das für die schwarz-gelben Anhänger kein Grund, vor Freude an die Decke zu springen. Dank einer Ausstiegsklausel darf der Innenverteidiger den Verein nämlich theoretisch schon in diesem Sommer verlassen.
Zu den Vereinen, die die entsprechende Klausel in Höhe von 50 bis 60 Millionen Euro ziehen können, gehört auch Real Madrid. Allerdings hat sich der Innenverteidiger bei der WM schwer am Sprunggelenk verletzt (90min berichtete). Haben die Königlichen also überhaupt noch Interesse an ihm?
Real bevorzugt andere Wunschlösung - und muss zunächst verkaufen
Wie die spanische Zeitung Marca berichtet, gehört Schlotterbeck zwar zum Kandidatenkreis von Real, ist dort aber nicht mehr die erste Wahl. Zwar sieht Trainer José Mourinho in der Abwehrzentrale auch nach der Verpflichtung von Ibrahima Konaté Handlungsbedarf, allerdings gilt Alessandro Bastoni von Inter Mailand dort nun als die Wunschlösung Nummer eins.

Bevor Real jedoch einen neuen Innenverteidiger verpflichtet, soll zunächst Raúl Asencio den Verein verlassen. Die Einnahmen aus seinem Verkauf könnten in neue Spieler investiert werden – allerdings wohl nicht in Schlotterbeck. Aufgrund der Verletzung, die sich der deutsche Nationalspieler kürzlich gegen die Elfenbeinküste (2:1) zuzog, ist das Interesse an ihm geringer geworden.
Dumfries und ein Modric-Ersatz sollen kommen
Somit werden die Madrilenen den Umbruch eher mit anderen Namen vorantreiben. Neben dem bereits erwähnten Konaté wurden in diesem Sommer mit Bernardo Silva und Marc Cucurella zwei weitere Stars verpflichtet. Als Nächstes soll Denzel Dumfries für die rechte Abwehrseite kommen.
Doch nicht nur die Abwehr soll weiter verstärkt werden. Laut dem Bericht wird auch ein weiterer zentraler Mittelfeldspieler gesucht, da nach dem Abgang von Luka Modric nach wie vor eine Lücke klafft. Auf dem Zettel stehen offenbar Enzo Fernández vom FC Chelsea sowie Mateus Fernandes von West Ham United.
Für Schlotterbeck wird es derweil darum gehen, schnellstmöglich wieder fit zu werden. Da von einer Pause von acht Wochen auszugehen ist, wird der Innenverteidiger nicht nur die Sommervorbereitung, sondern auch den Saisonstart des BVB verpassen. Ein Wechsel dürfte trotz seiner Klausel also vorerst kein großes Thema mehr sein.
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