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Reaktion auf Verletzungssorgen: Werder Bremen steht vor Millionen-Transfer

Der SV Werder Bremen steht kurz vor dem Trainingsauftakt – und offenbar auch vor der Präsentation eines neuen Innenverteidigers.
Kürzlich für Polen debütiert und nun vor dem Wechsel zum SV Werder Bremen: Abwehr-Shootingstar Oskar Wójcik
Kürzlich für Polen debütiert und nun vor dem Wechsel zum SV Werder Bremen: Abwehr-Shootingstar Oskar Wójcik | SOPA Images/GettyImages

Werder-Trainer Daniel Thioune bittet seine Mannschaft in wenigen Tagen wieder auf den Trainingsplatz, um die intensive Vorbereitung auf die Bundesliga-Saison 2026/27 einzuläuten. Wenn es nach den Verantwortlichen an der Weser geht, wird dann möglicherweise bereits ein neues Gesicht auf dem Rasen schwitzen. Wie polnische Medien, darunter das Portal Meczyki, übereinstimmend vermelden, befindet sich der Wechsel von Oskar Wójcik zum SV Werder Bremen auf der absoluten Zielgerade - auch die Deichstube berichtet davon.

Fünfjahresvertrag für den polnischen Shootingstar

Demnach sind zwischen den Bremern und Wójciks derzeitigem Klub KS Cracovia nur noch letzte Details zu klären. Die grundlegenden Eckdaten des Deals scheinen bereits in Stein gemeißelt zu sein: Der Bundesligist überweist für den 22-jährigen Innenverteidiger eine Ablösesumme von mindestens drei Millionen Euro nach Krakau. Im Gegenzug soll der Rechtsfuß einen langfristigen Vertrag über fünf Jahre bis zum Sommer 2031 an der Weser unterschreiben. Das sportliche Konzept des SVW hat den Abwehrmann laut übereinstimmenden Berichten vollends überzeugt.

Dass Werder auf dem Transfermarkt in der Defensive überhaupt noch einmal Geld in die Hand nimmt, hat einen bitteren Hintergrund. Niklas Stark plagt sich weiterhin mit einer hartnäckigen Hüftverletzung herum. Der 31-jährige Routinier verpasste schon in der vergangenen Saison zahlreiche Spiele und quälte sich teilweise unter Schmerzen von einer Partie zur nächsten. Da die Sommerpause offenbar nicht zur vollständigen Genesung gereicht hat, fehlt Trainer Thioune eine verlässliche Konstante für die neue Spielzeit.

Fritz lässt Coulibaly-Zukunft offen

Zudem schwebt über der Bremer Defensive noch das mögliche Abgangsszenario von Top-Talent Karim Coulibaly. Der 19-Jährige wird von etlichen europäischen Top-Klubs umworben und könnte den Bremern einen warmen Geldregen in Millionenhöhe bescheren. Zwar gibt es laut Medienberichten noch keine konkrete Offerte, doch Sportchef Clemens Fritz betonte zuletzt gegenüber der Bild, dass der Transfermarkt noch zweieinhalb Monate geöffnet sei und in dieser Personalie noch viel passieren könne. Mit Wójcik sichert sich Werder nun proaktiv ab, um neben Kapitän Marco Friedl, Amos Pieper, Julián Malatini und Nachwuchsmann Mick Schmetgens ausreichend Breite und Qualität im Kader zu haben.

Mit Oskar Wójcik angelt sich Werder einen Akteur mit steiler Formkurve. Der 1,91 Meter große Abwehrhüne hat eine extrem beeindruckende Entwicklung hinter sich. Nachdem ihn in der Jugend ein schwerer Kreuzbandriss und Meniskusprobleme noch brutal zurückgeworfen hatten, kämpfte er sich über die vierte Liga kontinuierlich nach oben. In der abgelaufenen Saison der polnischen Ekstraklasa startete er dann endgültig durch, absolvierte 31 Partien für Cracovia als unangefochtener Stammspieler und wurde Ende Mai von Nationaltrainer Jan Urban sogar mit seinem Debüt in der polnischen A-Nationalmannschaft belohnt. Sein Marktwert explodierte in dieser Zeit förmlich von bescheidenen 25.000 Euro auf mittlerweile fünf Millionen Euro.

Sollte der Transfer in den kommenden Tagen wie erwartet offiziell über die Bühne gehen, darf sich Wójcik in Bremen auf vertraute Klänge in der Kabine freuen. Mit Dariusz Stalmach, der kürzlich vom 1. FC Magdeburg verpflichtet wurde, und dem nach seiner Leihe von Hertha BSC zurückgekehrten Dawid Kownacki stehen dann gleich drei polnische Akteure im Kader der Grün-Weißen.


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