In den vergangenen Monaten betonten die Verantwortlichen von RB Leipzig immer wieder, Yan Diomande in diesem Jahr nicht verkaufen zu wollen. Da Real Madrid jedoch ein unschlagbares Angebot in Höhe von 125 Millionen Euro auf den Tisch gelegt hat, ist der Ivorer nun doch weitergezogen.
Der Abgang des 19-jährigen Offensivstars macht die Aufgabe für den neuen RB-Trainer Martin Demichelis denkbar schwieriger. Dennoch kann der Argentinier die Entscheidung der Verantwortlichen, Diomande ziehen zu lassen, nachvollziehen.
"Die Philosophie von RB ist, junge, hungrige, entwicklungsfähige Spieler zu holen, ein paar Jahre wachsen zu lassen und ihnen den nächsten Schritt zu ermöglichen. Niemand sonst macht das so konsequent. Nur durch die Erlöse haben wir die Möglichkeit, ein großer Klub zu sein. Bei Yan war die Entwicklung brutal, weil er in einem Jahr schon Riesensprünge gemacht hat", sagte Demichelis gegenüber Bild.

Der 45-Jährige gab dennoch zu, dass er gerne mit dem Flügelflitzer in die neue Saison gegangen wäre. "Welcher Trainer würde nicht gern mit ihm arbeiten? Da findet man niemanden", so Demichelis offen.
Stammplatz-Garantie? Demichelis hätte für Diomande eine Ausnahme gemacht
Desweiteren betonte der frühere Innenverteidiger, grundsätzlich keinem Spieler Spielzeit schenken zu können. Bei Diomande hätte es aber wohl eine Ausnahme gegeben. "Die Spieler müssen sich das verdienen. Wenn sie nicht bereit sind, sich gegen ihre Konkurrenten im Kader durchzusetzen, dann ist es kein Spieler für mich. Das gilt nicht für Yan. Wenn er geblieben wäre, hätte er wahrscheinlich trotzdem sehr oft gespielt", führte er aus.
Beim Wechsel des Ivorers in die spanische Hauptstadt gibt es laut Demichelis nur Gewinner. "RB Leipzig hat eine Rekordablöse erzielt. Und Yan sagte zu mir, er habe schon als Kind davon geträumt, zu Real Madrid zu gehen. Damit war sein Wunsch gesetzt", verriet er.
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