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Bayern-Star gibt Einblick: Hass und Rassismus nach WM-Aus

Das WM-Aus musste Jonathan Tah erst einmal verarbeiten. Nun fühlt er sich für die neue Bayern-Saison gewappnet.
Nach dem WM-Aus liegt der Fokus für Jonathan Tah wieder auf dem FC Bayern
Nach dem WM-Aus liegt der Fokus für Jonathan Tah wieder auf dem FC Bayern | S. Stingl/GettyImages

Selbstverständlich ist Jonathan Tah nicht mehr für das frühzeitige WM-Aus der Deutschen Nationalmannschaft verantwortlich gewesen, als seine Teamkollegen. Und trotzdem wiegt es sicherlich schwer, den finalen Elfmeter zu verschießen – wenngleich es gegen Paraguay gar nicht erst so weit hätte kommen dürfen.

Doch um die neue Saison bestmöglich anzugehen, muss auch ein solches Erlebnis eingeordnet und verarbeitet werden. Das hat der Abwehrspieler des FC Bayern augenscheinlich bereits geschafft, wie er nun auf der vereinseigenen Homepage erklärt.

Ruhige Analyse und weniger Social Media: Tah fühlt sich bereit für die neue Saison

"Ich lasse solche Situationen zuerst wirken und analysiere sie dann sehr bewusst: Was ist passiert, warum fühle ich mich so, ist das berechtigt oder spielt sich vieles nur in meinem Kopf ab?", erklärte er dabei auch seine Herangehensweise rund um das WM-Aus (via Sky Sport). "Ich schreibe mir meine Gedanken auf, schaue sie mir in Ruhe an – und wenn ich das getan habe, ist es für mich irgendwann erledigt und ich kann den Fokus wieder auf die neue Saison legen."

"Direkt nach der WM war ich deshalb gar nicht auf Social Media aktiv, ich habe keine Kommentare gelesen. Über andere habe ich erfahren, dass es auch rassistische und hasserfüllte Nachrichten gab – leider hatte ich das vorher schon geahnt."
Jonathan Tah (Sky Sport)

Ein für ihn wichtiger Faktor sei auch das Ausblenden jeglicher Kommentare im Internet gewesen. "Direkt nach der WM war ich deshalb gar nicht auf Social Media aktiv, ich habe keine Kommentare gelesen. Über andere habe ich erfahren, dass es auch rassistische und hasserfüllte Nachrichten gab – leider hatte ich das vorher schon geahnt", berichtete Tah. Insgesamt dürfe man sich dann einfach nicht "in den vielen Meinungen verlieren", mahnte er zudem.

Umso schöner sei es gewesen, dass es ihm gegenüber auch "sehr viele positive Rückmeldungen" gab, worauf er dann auch den Fokus gelegt hat. "Statt mich von Anfeindungen im Internet beeinflussen zu lassen, bleibe ich bei mir, spreche mit meiner Frau oder engen Freunden - das bringt mich weiter", so der 30-jährige Innenverteidiger.


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