Qual der Wahl: Bayer-Star erneuert Abschiedsgedanken
Von Fabian Küpper

Nach etwas Anlaufzeit ist Aleix Garcia aus der Zentrale bei Bayer Leverkusen nicht mehr wegzudenken. Der Spanier dirigiert das Spiel der Werkself und ist der Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld des Double-Siegers von 2024. Auch dank Garcia spricht unter dem Bayer-Kreuz niemand mehr von Granit Xhaka.
Sechs Scorerpunkte sammelte der Spanier in dieser Saison und beeindruckt dabei vor allem mit einer unfassbaren Passquote. 94,2 Prozent seiner Zuspiele bringt Garcia an den Mitspieler, Platz zwei im Bundesliga-Vergleich – nur Jonathan Tah ist noch präziser (96,1 Prozent). Spannend dabei: Garcia ist zusammen mit HSV-Profi Nicolai Remberg der einzige Mittelfeldspieler in den Top Ten.
Logisch also, dass Leverkusen mit Garcia unbedingt halten will. Und eigentlich ist die Situation für die Werkself angesichts der Vertragslaufzeit bis 2029 auch relativ komfortabel. Der Spanier selbst hat jedoch andere Pläne
Garcia vor Spanien-Rückkehr?
Im interview mit der AS heizte der 28-Jährige eine Rückkehr in die La Liga an. Grund sei vor allem die Beachtung von Nationaltrainer Luis de la Fuente. "Es ist klar, dass LaLiga mehr Beachtung findet als die Bundesliga", erklärt García, wobei es stimme, "dass Leverkusen in Spanien bekannter ist, weil sie Titel gewonnen haben, wegen Xabi und Grimaldo und jetzt Lucas Vázquez dort ist".
Dennoch wäre Garcia in seinem Heimatland naturgemäß mehr im Fokus des Nationaltrainers. Das wiederum macht einen Wechsel im Sommer nicht gänzlich unmöglich. MIt Real Madrid gibt es einen Verein, der zum einen gute Beziehungen zu Leverkusen pflegt und zum anderen im Sommer einen spielstarken Mittelfeldspieler unter Vertrag nehmen will.
Die Qual der Wahl
Doch auch Stadtrivale Atlético hat Garcia ganz oben auf dem Wunschzettel. Bereits im Januar gab es sehr konkrete Verhandlungen zwischen den Rojiblancos und Bayer. "Ja, ich weiß, dass es Anrufe gab. Aber ich sage immer, wenn etwas im Gespräch ist und dann nicht zustande kommt, dann sollte es eben nicht sein. Und da ich bei Leverkusen bin, bin ich glücklich und möchte gerne weitermachen" erklärte Garcia.
Dennoch könnte das Motto hier nur aufgeschoben und nicht aufgehoben lauten. Und auch der FC Barcelona mischt Gerüchten zufolge mit. Der 28-Jährige hätte also die Qual der Wahl. "Ich weiß, dass es kompliziert ist, denn letztendlich sind es drei der größten Vereine der Welt. Vielleicht suchen sie etwas jüngere Profile, aber es ist klar, dass ich mich selbst dort sehe. Ich glaube, dass ich bei Leverkusen auf einem guten Niveau spiele, und wenn es eines Tages dazu kommen sollte, dann bin ich gerne dabei", zeigt sich Garcia sehr offen für eine Rückkehr nach Spanien.
Die Frage ist nur, ob es schon in diesem Sommer dazu kommt, oder ob Leverkusen seinen Strippenzieher noch mindestens eine Saison halten kann.
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