Nach sechs langen Wochen der intensiven Vorbereitung wird es für Borussia Mönchengladbach endlich wieder ernst. Am Sonntagnachmittag gastieren die Fohlen in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Fünftligisten TSV Schott Mainz. Die Partie wird dabei nicht auf der kleinen Anlage des Oberligisten ausgetragen, sondern in der großen Arena des 1. FSV Mainz 05.
Für Gladbachs Cheftrainer Eugen Polanski gibt es kurz vor dem Pflichtspielauftakt noch einmal zwei sehr erfreuliche Personalnachrichten. Wie die Bild-Zeitung meldet, ist das hochgelobte Offensiv-Duo um Wael Mohya und Franck Honorat nach Problemen in der Vorbereitung rechtzeitig fit geworden und steht für das Pokal-Duell zur Verfügung. Auch Rückkehrer Ko Itakura ist mit an Bord.
Talent Mohya bereit für den Pokal
Besonders die Rückkehr von Mohya dürfte bei den mitreisenden Fans für große Vorfreude sorgen. Der erst 17-jährige offensive Mittelfeldspieler gilt als großes Versprechen für die Zukunft. In der vergangenen Spielzeit löste er Marko Marin als jüngsten Bundesliga-Torschützen der Fohlen ab und verzückte die Anhänger mit seinen mutigen Dribblings.
Sein Marktwert wird mittlerweile auf stolze 17 Millionen Euro taxiert. Damit ist allein der Teenager, der nach eigenen Aussagen weiterhin nur ein kleines Taschengeld von seinen Eltern bezieht, auf dem Papier knapp 24-mal teurer als der komplette Kader des TSV Schott Mainz.
Auch Honorat steht Polanski wieder zur Verfügung

Neben dem Youngster hat sich auch der routinierte Franzose Franck Honorat pünktlich zurückgemeldet. Der 30-jährige Flügelspieler hatte während der Sommer-Vorbereitung immer wieder mit hartnäckigen Wadenproblemen zu kämpfen. Nun ist der Rechtsaußen, der noch bis 2029 am Niederrhein unter Vertrag steht, wieder eine vollwertige Option für die offensive Dreierreihe der Borussia.
Verzichten muss Polanski am Sonntag hingegen auf ein verletztes Trio. Jens Castrop fällt nach einer Schulter-Operation aus, Yukhym Konoplia laboriert an einer Knöchelverletzung und Zento Uno fehlt den Gladbachern wegen eines Faserrisses.
Großer Respekt vor dem Mainzer Oberligisten
Dass die Aufgabe in Mainz trotz der klaren Rollenverteilung kein reiner Selbstläufer wird, weiß die sportliche Leitung der Fohlen ganz genau. Der Oberligist führt die Tabelle in seiner Liga nach vier Spielen mit zwölf erzielten Toren an. Zudem hat der Außenseiter mit Fabian Messina sogar einen Nationalspieler der Dominikanischen Republik in seinen Reihen.
Polanski, der einst selbst in Mainz aktiv war, nimmt den Gegner deshalb extrem ernst. "Es klingt vielleicht überraschend, aber wir hatten genauso viel Videomaterial wie bei der Vorbereitung auf einen Bundesliga-Gegner. Wir wissen alles über Schott", erklärte der Trainer und forderte eine dominante Vorstellung: "Wir wollen von der ersten Minute an zeigen, dass wir der Favorit sind."
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