Bericht: Prominente Kandidaten für Kuntz-Nachfolge beim HSV
Von Yannik Möller

Das unvorhersehbare Aus von Stefan Kuntz sorgt beim Hamburger SV noch immer für Nachwehen. Immerhin muss der Bundesligist einen Nachfolger für den Sportvorstand finden.
Da es um eine Neuanstellung auf der Vorstandsebene geht, ist der Aufsichtsrat mit der Personalsuche beschäftigt. Wie die Sportbild berichtet, geistern bereits mehrere Namen umher. Einer der Kandidaten soll Oliver Bierhoff sein. Bereits 2024 galt er als einer der Kandidaten, mit denen sich der Aufsichtsrat nach dem Aus von Jonas Boldt beschäftigte. Nun scheint der 57-Jährige erneut auf der Liste zu stehen.
Intern werde er demnach als interessanter Kandidat angesehen, um den HSV auch mit einer gewissen persönlichen Strahlkraft auszustatten. Immerhin würde Bierhoff in diesem Fall einen Teil der Öffentlichkeitsarbeit übernehmen, etwa bei TV-Auftritten. Dass der Aufsteiger wieder in der ersten Liga spielt, so mutmaßt es das Magazin, könnte den Posten auch für Bierhoff interessanter machen. Der ehemalige Nationalspieler hat seit 2022, als er beim DFB als Geschäftsführer ausschied, soweit keine Funktion mehr im Profifußball ausgeübt.
HSV mit weiteren Kandidaten - interne Beförderung ebenfalls denkbar
Neben Bierhoff sollen laut der Sportbild aber auch noch zwei weitere Namen diskutiert werden. Dabei geht es zum einen um Fabian Wohlgemuth. Bei gleich mehreren Mitgliedern des Aufsichtsrates soll er über ein hohes Ansehen verfügen. Das hängt nicht zuletzt auch mit seiner guten Arbeit beim VfB Stuttgart zusammen, oder auch beim SC Paderborn zuvor. Allerdings dürfte bezweifelt werden, ob Wohlgemuth überhaupt als realistischer Kandidat betrachtet werden kann. Immerhin hat der 46-Jährige einen noch bis 2027 gültigen Vertrag beim VfB. Ein vorzeitiges Ausscheiden würde doch sehr überraschen.
Zum anderen soll auch eine etwaige Rückkehr von Boldt - also dem Vorgänger von Kuntz - ein Thema sein. Er selbst könne sich ein solches Szenario durchaus vorstellen, heißt es. Dass er noch immer über gute Kontakte zum HSV verfügt, liegt auf der Hand. Seine Arbeit wurde in Hamburg nie als wirklich schlecht erachtet, auch um seine Freistellung herum nicht - aber zum damaligen Zeitpunkt eben nicht als ausreichend, um die Rückkehr in die Bundesliga zu erreichen.
Eine verfrühte Entscheidung scheint der Aufsichtsrat aber nicht treffen zu wollen. Ein geordnetes Auswahlverfahren soll über einem zeitlichen Rahmen stehen. Michael Papenfuß, der Vorsitzende des Gremiums, hatte kürzlich noch betont: "Wir sind wettbewerbs- und handlungsfähig." Die Sportbild bespielt derweil noch das Szenario einer internen Beförderung: So könnte Claus Costa vom 'Direktor Profifußball' zum neuen Sportvorstand aufsteigen. Er soll zumindest gute Eindrücke im Aufsichtsrat hinterlassen haben.
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