Die FIFA hat sich dazu entschlossen, die Prämie, die an die Vereine für das Abstellen der Spieler für ihre Nationalmannschaften bei der Weltmeisterschaft gezahlt wird, deutlich zu erhöhen. Waren es vor vier Jahren noch etwa 200 Millionen Euro, beläuft sich der Betrag zur nun bevorstehenden WM auf 300 bis 355 Millionen Euro. Mehr teilnehmende Länder, mehr Einnahmen – und somit auch mehr Prämien.
Der Schlüssel für diese Zahlungen sieht wie folgt aus (via Ruhr Nachrichten): Für jeden einzelnen Spieler wird es 10.000 Euro pro Tag geben, den dieser bei der WM abgestellt ist. Der dafür entscheidende Zeitraum gilt vom ersten Tag der Abstellung bis zum letzten Spiel der jeweiligen Nationalmannschaft – unabhängig von der Abreise, einem nachfolgenden Urlaub oder dergleichen.
Kurzum: Je länger ein Spieler bei der WM vertreten ist, desto höher fällt die Prämie aus, die dann an den Verein gezahlt wird. Diese Prämie richtet sich auch explizit nicht an die Einsatzzeiten. Ein Bankdrücker bekommt die selben 10.000 Euro pro Tag wie der Teamkollege, der jede einzelne Einsatzminute mitgenommen hat.
Für Schalke geht es eher um eine Kompensation als um einen nennenswerten Bonus
Für den FC Schalke liegt der Fokus auf Nikola Katic und Edin Dzeko (Bosnien), während es noch Hoffnungen auf eine Berufung von Soufiane El-Faouzi und Dylan Leonard gibt. Sie gehören zumindest dem vorläufigen Aufgebot von Marokko und Australien an. Adil Aouchiche soll jüngsten Berichten zufolge an der Konkurrenz auf seiner Position bei der algerischen Auswahl gescheitert sein. Dejan Ljubicic steht für Österreich zumindest auf Abruf zur Verfügung, ist aber (soweit noch) kein WM-Fahrer.
Ein Problem gibt es aber für Königsblau: Die Summe der Prämien, wie hoch sie schlussendlich auch ausfallen mag, wird aufgeteilt – und zwar auf die Vereine, für die der jeweilige Spieler in den vergangenen zwei Jahren unter Vertrag stand. Damit werden auch die Qualifikationsspiele für die WM berücksichtigt.
Die Ruhr Nachrichten führen diesbezüglich das Beispiel von Dzeko auf: Hier würde Schalke also nur der Anteil des Bonus zustehen, der diesem halben Jahr seit dem Winterwechsel entspricht. Obwohl er zurzeit beim S04 unter Vertrag steht, zumindest offiziell bis zum 30. Juni.
Für die Gelsenkirchener wird es also nicht um allzu nennenswerte Einnahmen gehen, trotz der Rekordprämie der FIFA. Dafür gibt es zu wenige WM-Teilnehmer auf Schalke, die zudem über die vergangenen zwei Jahre nicht bloß beim neuen Zweitliga-Meister unter Vertrag standen. Es wird sich eher um eine angenehme Kompensation handeln. So gibt es aber zugleich auch nur wenige Spieler aus dem aktuellen Kader, die durch das Turnier und den erst anschließenden Urlaub verspätet in die Saisonvorbereitung starten.
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