Mit dem überraschenden 1:0-Heimerfolg gegen Borussia Dortmund gelang es Borussia Mönchengladbach endlich den Klassenerhalt in der Bundesliga dingfest zu machen. Wie die Rheinische Post berichtet, wartet auf die Verantwortlichen rund um Sportchef Rouven Schröder ein herausfordernder Sommer.
Personalkosten müssen weiter sinken
"Wir müssen die Kaderkosten senken, das ist der klare Auftrag. Trotzdem müssen wir an der Qualität schrauben."Rouven Schröder
Demnach ist es für die Borussia aus Mönchengladbach in den vergangenen Jahren einer der wichtigsten Anliegen, die hohen Personalkosten zu senken. Vor allem mit Blick auf die sportliche Entwicklung des Vereins, welcher in dieser Saison gegen den Abstieg ankämpfen musste, sind Personalkosten wie zu Champions-League-Zeiten kaum beziehungsweise nicht tragbar.
Zwar gelang es den Fohlen die Personalkosten in den vergangenen Jahren stetig zu senken, die Fortschritte fielen allerdings gering aus. So konnte man diese vom Höchstwert aus dem Jahr 2020 (104,3 Millionen Euro) immerhin auf zuletzt 94,6 Millionen Euro verkleinern.
Borussia-Sportchef Rouven Schröder stellte auf der Mitgliederversammlung klar, dass dies noch nicht genügt: "Wir müssen die Kaderkosten senken, das ist der klare Auftrag. Trotzdem müssen wir an der Qualität schrauben." Für die Gladbacher geht dementsprechend darum im Sommer nach günstigen Alternativen auf dem Transfermarkt zu suchen.
Verschwinden zwei Top-Verdiener von der Payroll?
Ohne seine Aussagen zu konkretisieren und mit Namen zu versehen, deutete Schröder an, dass sich die Fohlen durch Vertragsauflösungen ein wenig Spielraum verschaffen könnten. Blickt man auf den aktuellen Kader der Borussia sticht vor allem ein Name hervor, auf den der 50-Jährige angespielt haben könnte: Florian Neuhaus.
So würde eine Vertragsauflösung für die Borussia wohl trotz einer hoher Abfindungszahlung für den Spieler (kolportierte 2,5 bis drei Millionen Euro) Sinn ergeben. Neben Neuhaus wird mit Jonas Omlin sehr wahrscheinlich ein weiterer Top-Verdiener den Verein verlassen und der Abgang von Marvin Friedrich ist bereits beschlossene Sache. Für die Fohlen sorgt dies, wie Schröder es bezeichnet, für etwas mehr "Beinfreiheit."
Vorbild SC Freiburg
Eines der besten Beispiele dafür, wie man als Verein mit seinen Personalkosten umgeht, ist der SC Freiburg. Während die entsprechenden Kosten bei Vereinen wie Eintracht Frankfurt mit der Teilnahme am internationalen Geschäft binnen kürzester Zeit in die Höhe schossen, haben die Breisgauer diese, gemessen am erfolgreichen Abschneiden des SCF in den vergangenen Jahren, eher vorsichtig angehoben.
Wie Borussias CEO Stefan Stegemann auf der Mitgliederversammlung erklärte, seien auch die Fohlen "in die Champions-League-Falle getappt". Das Hauptproblem sei in Gladbach allerdings nicht gewesen, dass die Personalkosten in den Jahren, in denen man sich für das internationale Geschäft qualifizierte, zu stark angestiegen seien. Vielmehr verpassten die Verantwortlichen die entpsrechenden Kosten in den folgenden Jahren ohne Europapokal-Quali ausreichend zu senken.
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