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Probleme zwischen Reese und Leitl? Hertha muss Enttäuschung verdauen

In Berlin ist die Stimmung angespannt – offenbar auch zwischen Cheftrainer und Mannschaftskapitän.
Stefan Leitl mit Fabian Reese
Stefan Leitl mit Fabian Reese | picture alliance/GettyImages

Es gibt wohl keine zwei Meinungen: Für Hertha BSC ist Fabian Reese zweifelsfrei mit der wichtigste Spieler im ganzen Kader. Oftmals ist es der Offensivspieler, der Spiele durch seine Einzelaktionen beinahe alleine entscheiden oder zumindest mal deutlich beeinflussen kann. Umso wichtiger ist er auch für Stefan Leitl als Cheftrainer.

Anscheinend gibt es jedoch erste Risse im Verhältnis der beiden Hertha-Leitfiguren. Wie der kicker berichtet, habe es in der Woche vor der Heim-Niederlage gegen Holstein Kiel (0:1 - am 24. April) einen zwar nicht sonderlich spektakulären, aber doch nennenswerten Disput zwischen Reese und Leitl gegeben. Der Coach soll insbesondere das Offensivspiel des Teams kritisiert und dabei auch den Kapitän in seiner Rolle explizit thematisiert haben – dieser habe sich wiederum deutlich und vehement verteidigt.

Auseinandersetzung zwischen Reese und Leitl eher ein Signal als der große Bruch

Dabei habe es sich allerdings um keinen Ausfall gehandelt, der unbedingt für derartige Risse hätte sorgen müssen. Und doch machte sich zuletzt ein bisschen der Eindruck breit, als wäre ihr wichtiges Vertrauensverhältnis etwas angekratzt.

Dahingehend verweist der kicker auch auf die jüngsten Auswechslungen von Reese, die es in der Form und in den Zeitpunkten bislang nur äußerst selten gegeben hatte. Keine 70 Minuten waren gespielt, als der 28-Jährige bei der 0:1-Niederlage beim 1. FC Magdeburg am Wochenende als Teil eines Dreierwechsels vom Platz gebeten wurde. Anfang März durfte Reese jeweils nur für 64 und 72 Minuten aufspielen. Zwischenzeitlich gab es zwar wieder mehrere Einsätze von An- bis Abpfiff, doch das vermehrte Durchsetzen seitens Leitl wirkte auffälliger. Nicht umsonst beklagte er die fehlende Intensität (im Hinblick auf die Defensivarbeit) als Grund für die Auswechslung am letzten Sonntag auch in der Deutlichkeit.

Ein womöglich abgekühltes Verhältnis zwischen Cheftrainer und Leistungsträger sowie Führungsspieler in einem, in Verbindung mit einer angesichts des schlussendlich sogar frühzeitig verpassten Aufstiegs in die Bundesliga, ist natürlich kein Erfolgsrezept für die Berliner. Im Sommer dürfte wohl abzuwarten sein, wer von den beiden auch zur nächsten Saison noch Verantwortung für die Alte Dame übernehmen möchte, darf und wird.


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