Premier League: Top-Klub schmeißt seinen Trainer nach mieser Talfahrt raus

Bei Tottenham ist es mal wieder Zeit für einen Trainerwechsel.
Thomas Frank muss gehen
Thomas Frank muss gehen / Sebastian Frej/MB Media/GettyImages
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Tottenham Hotspur zieht die Reißleine! Was The Athletic zunächst berichtete ist mittlerweile offiziell: Die Spurs entlassen ihren Trainer Thomas Frank mit sofortiger Wirkung. Ein Aus, das sich nach der schweren Krise in Nordlondon schon länger abgezeichnet hatte.

Man sei zwar "fest entschlossen" gewesen Frank "die nötige Zeit und Unterstützung zu geben, um gemeinsam die Zukunft der Mannschaft zu gestalten. Aufgrund der bisherigen Ergebnisse und Leistungen hat der Vorstand jedoch entschieden, dass ein Trainerwechsel zu diesem Zeitpunkt der Saison notwendig ist", heißt es in der offiziellen Vereinsmitteilung.

Die Spurs haben nur zwei ihrer letzten 17 Premier-League-Spiele gewonnen bzw. keines ihrer letzten acht. Am gestrigen Dienstagabend gab es eine 1:2-Heimpleite gegen Newcastle, die Tottenham auf Rang 16 abstürzen ließ - damit stehen die Nordlondoner nur fünf Punkte vor dem ersten Abstiegsrang. Die Situation wurde zu brenzlig, so dass die Bosse sich nun für einen Richtungswechsel entschieden. Wer auf der Trainerbank folgt, ist aber noch offen.

Frank hatte die Spurs erst im vergangenen Sommer als Nachfolger von Ange Postecoglu übernommen und war mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet worden. Der Saisonstart war mit 14 Punkten aus den ersten sieben Liga-Spielen noch geglückt, danach ging bei den Spurs jedoch nicht mehr viel. Außer in der Champions League, in der man mit 17 Punkten Platz vier belegte und damit den direkten Sprung ins Achtelfinale schaffte.

Vor den Spurs war Frank fast sieben Jahre als Chefcoach des FC Brentford aktiv gewesen, wo er eine starke Entwicklung hingelegt und herausragende Arbeit geleistet hatte. Bei einem Top-Klub wie Tottenham bekommt man aber nun mal nicht so viel Zeit, sondern muss direkt Ergebnisse liefern.

Der Däne hatte nach der Niederlage gegen Newcastle übrigens fest damit gerechnet, auch am Wochenende noch im Amt zu sein. Im Gespräch mit TNT Sports sagte er: "Ich verstehe die Frustration, und es ist am einfachsten, mit dem Finger auf mich zu zeigen. Das gehört leider zu diesem Job dazu. Ich werde Tag und Nacht daran arbeiten, das Blatt zu wenden, aber das ist nicht die Aufgabe einer einzelnen Person. Es besteht kein Zweifel, dass wir uns verbessern müssen, und ich muss meinen Teil dazu beitragen."


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