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Woran Rose beim BVB scheiterte

Jan Kupitz
Marco Rose
Marco Rose / Markus Gilliar/GettyImages
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Trotz der relativ souveränen Vize-Meisterschaft ist das Kapitel Marco Rose bei Borussia Dortmund schon wieder beendet. Laut Bild ist der 45-Jährige über mehrere Hindernisse gestolpert.


In der Pressemitteilung zu der Rose-Entlassung ließ BVB-Boss Hans-Joachim Watzke verlauten, "dass wir in vielen Teilbereichen nicht das Maximum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt haben". Insgesamt bescheinigte Watzke seinem Klub eine Saison, "die aus unterschiedlichen Gründen unbefriedigend war" - somit kam es zur großen Überraschung zur Trennung.

Laut Sky-Angaben fiel die Saison-Analyse, bei der das Aus letztlich beschlossen wurde, "lang und laut" aus. "Bei mehreren Themen waren Verein und Trainer verschiedener Ansicht", heißt es weiter.

Die Bild nennt zudem mehrere Aspekte, warum die Schwarz-Gelben den Trainerwechsel vornahmen:

Im Vordergrund steht natürlich das miserable Abschneiden in den Pokalwettbewerben. Das Champions-League-Achtelfinale wurde trotz einer sehr machbaren Gruppe verpasst, in der Europa League erfolgte das frühe Aus gegen die Glasgow Rangers. Zudem blamierte man sich im DFB-Pokal beim FC St. Pauli und verspielte damit die wohl größte Chance auf einen Titelgewinn leichtfertig.

Zu viele Gegentore und bittere Pleiten

Daneben kritisierten die BVB-Bosse die hohe Anzahl an Gegentoren, die der BVB in dieser Saison schlucken musste. 52 waren es in der Bundesliga - so viele wie seit 2007/08 nicht mehr. Damit kassierte der BVB so viele wie Bochum (52) oder Absteiger Arminia Bielefeld (53). Schlichtweg nicht akzeptabel, zumal es einige herbe Schlappen gab.

Man denke nur an das 2:5 gegen Leverkusen, das 1:4 gegen Leipzig, das 2:3 bei Hertha und das jüngste 3:4 gegen Bochum. Auch international (0:4 & 1:3 gegen Ajax, 2:4 gegen Rangers, 1:3 gegen Sporting) geriet man zu häufig unter die Räder und musste viele Gegentore hinnehmen.

"Die Häufigkeit dieser deftigen Klatschen erschreckte die Dortmunder Verantwortlichen und führte mit zum Trainer-Rauswurf", schreibt die Bild.

Falsches Training an Verletzungen schuld?

Des Weiteren werden Rose auch die vielen Verletzungsprobleme angehaftet. Von falschem Training ist in diesem Rahmen die Rede - wobei hier erwähnt sein sollte, dass der BVB auch schon vor der Rose-Ankunft viele Verletzte hatte. Dieser Vorwurf ist somit nicht wirklich haltbar.

Was darüber hinaus zum Aus führte: "Auch bei Taktik und Mannschaftsaufstellung machen die BVB-Bosse Schwächen bei Rose aus." Demnach soll Rose häufig zu spät oder falsch reagiert haben.

Zum Schluss wird Rose auch eine gewisse Dünnhäutigkeit vorgeworfen. Anstatt den gewünschten Kommunikator zu geben, sei der 45-Jährige - wohl auch aufgrund seiner Erlebnisse bei Ex-Klub Borussia Mönchengladbach - in seinem Verhalten "zunehmend dünnhäutig und genervt" gewesen.


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