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"One Love"-Binde: Drohte Kane und Co. sogar eine Spielsperre?

Yannik Möller
Harry Kane
Harry Kane / Soccrates Images/GettyImages
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Das Abrücken von der 'One Love'-Kapitänsbinde seitens mehrerer Nationalverbände hat am Montag für viel Furore und noch mehr Kritik gesorgt. Offenbar hätte den Spielern deutlich mehr als nur eine Gelbe Karte gedroht.


Die Kapitänsbinde mit der Aufschrift 'One Love' war der kleinste gemeinsame Nenner, auf den sich mehrere Nationalmannschaften und -Verbände im Hinblick auf die Weltmeisterschaft in Katar einigen konnten. Es sollte die Unterstützung für marginalisierte Minderheiten im Gastgeberland ausdrücken sowie auf die Probleme mit Menschen- und Arbeitsrechten hinweisen.

Am Dienstag dann der Knall: Aufgrund von Straf-Drohungen seitens der FIFA mussten sich die Verbände von dieser Idee verabschieden. Wenig überraschend folgte in allen betroffenen Ländern sehr viel Kritik an diesem Abrücken.

Gelbe Karte vom Schiedsrichter - und mindestens ein Spiel Sperre seitens der FIFA

Immer wieder war betont worden, dass die Spieler, die diese Kapitänsbinde auftragen, mit einer Gelben Karte zu rechnen haben. Angesichts des Status der betroffenen Akteure sowie der potenziell frühzeitigen Sperre, war das Risiko für die Mannschaften schlussendlich zu groß.

Doch wäre diese Karte mitsamt weiteren Maßnahmen seitens der Schiedsrichter, bloß ein Teil der Wahrheit gewesen: Laut Sky-Infos hätten Harry Kane, Manuel Neuer und Co. seitens der FIFA auch direkt mit Spielsperren rechnen müssen - und das für mindestens eine Partie.

Demnach wäre der Verstoß der Regularien rund um die vorschriftsmäßige Binde, die immerhin ein 'No discrimination' ziert, vom Verband weiter und über die Referees hinaus bestraft worden.

Eine derartige Androhung passt auch zur Aussage von DFB-Präsident Bernd Neuendorf. Dieser hatte am frühen Nachmittag von einer "klaren Drohung" gesprochen und eine "beispiellose Machtdemonstration der FIFA" gesehen. Diesen Konflikt, so Neuendorf, wolle und könne man nicht auf dem Rücken der betroffenen Spieler austragen.


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