DFB-Team

Defensiv-Problem: Muss Kimmich jetzt Deutschland retten?

Yannik Möller
Joshua Kimmich
Joshua Kimmich / Marvin Ibo Guengoer - GES Sportfoto/GettyImages
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Die Defensive bereitet der deutschen Nationalmannschaft große Sorgen. Nun rückt das Gedankenspiel, Joshua Kimmich mit in die Viererkette zu ziehen, wieder einmal in den Fokus.


Für das Auftaktspiel gegen Japan entschied sich Hansi Flick dazu, auf einen gelernten Rechtsverteidiger zu verzichten. Niklas Süle übernahm den Part, wodurch Nico Schlotterbeck in die Innenverteidigung neben Antonio Rüdiger rutschte.

Ein Experiment, das gescheitert ist. Während in der Offensive zwar gut und gerne auch das 2:0 hätte erzielt werden können, zeigte sich die Abwehr gegen die Konter der Japaner dennoch viel zu anfällig. Vor allem Schlotterbeck wirkte unsicher und fehleranfällig. Bereits kurz nach der 1:2-Pleite, wie auch am Tag danach, werden die Stimmen lauter, die eine Umstellung der Viererkette fordern.

Der Tenor: Süle müsste in die Innenverteidigung neben Rüdiger rücken, Schlotterbeck dafür auf die Bank.

Allerdings schien Flick nicht wirklich das Vertrauen in Thilo Kehrer zu setzen, weshalb er ohne richtigen Rechtsverteidiger spielen ließ. Der beste Außenverteidiger im Kader für die rechte Seite ist und bleibt Joshua Kimmich.

Hans-Dieter Flick, Joshua Kimmich
Hansi Flick mit Joshua Kimmich / Alex Grimm/GettyImages

Kimmich als Rechtsverteidiger? Flick denkt über notwendige Änderungen nach

Entsprechend kommt die Frage auf, ob der Bundestrainer nicht mindestens überlegen müsste, den Sechser auf diese Position zu stellen.

"Sie können davon ausgehen, dass wir jede Personalie und jede Position diskutieren. Das ist unsere Aufgabe, die Mannschaft so aufzustellen, dass sie gegen den jeweiligen Gegner top besetzt ist", erklärte Flick am Donnerstag (via Sky). Damit machte er klar: Kimmich als Rechtsverteidiger ist ein Thema.

Deutschland wird es sich keineswegs erlauben können, am Sonntag gegen Spanien in der Abwehr derart anfällig aufzutreten.

Ohnehin müsse man nun "an den Schrauben drehen und versuchen, die Dinge besser zu machen", so der Coach. In der Defensive habe man "die Kompaktheit, die wir haben wollen, nicht herstellen können". Eine Änderung, in der Kimmich einen Part übernehmen könnte, wäre ein möglicher Lösungsansatz.

Im Hinblick auf das Duell mit den Spaniern wird es spannend zu sehen sein, ob Flick diesen vergleichsweise radikalen Schritt geht. Gute Erinnerung an ein sehr ähnliches Manöver mit Philipp Lahm bei der WM 2014 dürfte auch er noch haben.



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