Wie in der Abstiegssaison: Das ist Werders große Schwäche

  • Bremen hat Probleme in Sachen Geschwindigkeit
  • Statistik spricht eine klare Sprache
  • Auswirkungen auf die Kaderplanung?
Justin Njinmah
Justin Njinmah / Stuart Franklin/GettyImages
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Der SV Werder Bremen steckt im Abstiegskampf. Nur zwei Punkte trennen die Grün-Weißen von Platz 16. Besonders eine Statistik sollte den Werder-Fans Sorgen bereiten.

Wie schon in der Abstiegssaison vor drei Jahren haben die Bremer ein großes Tempo-Problem. Kaum ein Spieler im Kader von Trainer Ole Werner bringt überdurchschnittlich viel PS auf den Platz. Die Bild weist darauf hin, dass Werder in dieser Spielzeit im Schnitt eine Maximalgeschwindigkeit von 30 km/h hingelegt hat - unteres Drittel der Liga. Außerdem sprinten die Bremer pro Partie nur 211 Mal, lediglich drei Teams schneiden in dieser Kategorie schlechter ab.

Mit 34,72 km/h ist Angreifer Justin Njinmah der schnellste Bremer Spieler. Allerdings liegt Njinmah damit im Ligavergleich nur auf Platz 28 (Quelle: Sportec Solutions). Die beiden nächsten Werder-Profis sind Rafael Borré (33,63 km/h und Platz 81) und Mitchell Weiser (33,5 km/h und Platz 94). Top-Sprinter wie Leverkusens Jeremie Frimpong oder Bayerns Alphonso Davies kommen auf Werte über 36 km/h. 14 der anderen Bundesligaklubs haben Spieler in ihren Reihen, die schneller unterwegs waren als Werders bester Sprinter Njinmah.

Besonders in der Innenverteidigung ist das Tempodefizit augenfällig. Während Niklas Stark (32,74 km/h) noch einen ordentlichen Wert aufweist, fällt Milos Veljkovic deutlich ab (30,69 km/h). Das Geschwindigkeitsproblem ist auch den Verantwortlichen nicht verborgen geblieben. "Wir haben das Thema Schnelligkeit bei der Kadergestaltung im Blick", betont Clemens Fritz. Gleichzeitig gibt Werders Fußball-Chef zu bedenken: "Aber wir müssen natürlich schauen, was finanziell möglich ist."


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