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West Ham wütet über zurückgenommenen Treffer gegen Chelsea: "Eine absolute Schande!"

Tal Lior
Hier soll Bowen vor dem Treffer von Cornet ein Foul an Mendy begangen haben
Hier soll Bowen vor dem Treffer von Cornet ein Foul an Mendy begangen haben / Mike Hewitt/GettyImages
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Es herrschte absolute Ekstase bei den Spielern und Fans von West Ham United, als Neuzugang Maxwel Cornet kurz vor dem Schlusspfiff den vermeintlichen Ausgleich zum 2:2 gegen den FC Chelsea erzielte. Das Tor wurde jedoch zum Verdruss der Gästemannschaft zurückgenommen. Die Reaktionen der Hammers diesbezüglich fielen kritisch aus, um es milde zu formulieren.


Es lief die 89. Minute einer hochspannenden Partie zwischen den Londoner Klubs. Kurz nach dem 2:1-Führungstreffer für Chelsea durch Kai Havertz brachte Reece James seinen Keeper Edouard Mendy in Bedrängnis, indem er ihm einen Ball mit dem Kopf gefährlich zurückspielte. Anstatt die Kugel aufzufangen, wehrte er sie kurz nach vorne ab, woraufhin Cornet dankend den Ball annahm und ins Tor beförderte.

Schiedsrichter Andrew Madley ließ das Tor zunächst gelten, der VAR schickte ihn jedoch zum Monitor, um ein mögliches Foulspiel an Mendy zu überprüfen. Jarrod Bowen soll ihn an der Schulter getroffen haben, nachdem Mendy den Ball nach vorne abwehrte. Nach dem Gang zur Seitenlinie fiel tatsächlich die Entscheidung, den Treffer zurückzunehmen.

"Es ist eine absolute Schande!", sagte West-Ham-Star Declan Rice über die Szene. "Die Spieler und der Manager sind trostlos." West-Ham-Manager David Moyes wählte ähnlich deutliche Worte: "Eine skandalöse Entscheidung! Unglaublich! Der Torhüter (Edouard Mendy, Anm. d. Red.) lässt den Ball fallen und tut so, als hätte er Schmerzen in der Schulter, weil er den Ball nicht halten konnte. Wer auch immer den Schiedsrichter an den Monitor geschickt hat, sollte untersucht werden.

Die Sichtweise von Chelsea-Coach Thomas Tuchel war natürlich komplett anders: "Es war ein klares Foul am Torhüter." Tuchel, der in dieser Saison bereits mehrmals durch Schiedsrichter-Kritik und vor allem durch den Zoff mit Antonio Conte negativ auffiel, wollte es jedoch dabei belassen, um weitere Geldstrafen zu vermeiden.

Auf Chelsea wartet also weiterhin eine Achterbahnsaison. Die Erwartungen an die Mannschaft sind nach dem historischen Transfer-Sommer groß. Nächste Woche geht es für die Blues in der Champions League gegen Dinamo Zagreb weiter.


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