Poker um die linke Seite: Hat sich Werder Bremen verzockt?

Simon Zimmermann
Die Vertragsverlängerung von Anthony Jung ist kein Selbstläufer
Die Vertragsverlängerung von Anthony Jung ist kein Selbstläufer / Cathrin Mueller/GettyImages
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Werder Bremen will laut übereinstimmenden Medienberichten den Vertrag mit seinem Linksverteidiger Anthony Jung verlängern. Doch das gestaltet sich schwerer als gedacht.


Seit seinem Wechsel im Sommer 2021 ist Anthony Jung unangefochtener Stammspieler auf der linken Abwehrseite bei Werder. Zwar haben die Norddeutschen im Sommer mit dem jungen Engländer Lee Buchanan eine Alternative verpflichtet, allerdings benötigt er noch Zeit. Und deshalb würde Werder den auslaufenden Jung-Vertrag gerne verlängern.

Uneins bei der Vertragslaufzeit

"Wir sind weiter in Gesprächen", bestätigte Clemens Fritz jetzt gegenüber Bild. Allerdings gestalten sich diese schwerer als bisher angenommen. Denn laut der Boulevardzeitung hat Werder nur eine Verlängerung bis 2024 angeboten. Der 31-jährige Jung will aber eine längere Perspektive und nicht nur für eine Saison unterschreiben.

Ob Werder sich darauf einlässt, bleibt auch mit Blick auf die Personalie Lee Buchanan offen. Ganz so lange sollten die Bremer allerdings nicht spekulieren. Denn laut Bild hat Jung mittlerweile auch Anfragen anderer Bundesligisten auf dem Tisch liegen.

Hat sich Werder verzockt?

Eigentlich war Werders Plan ein anderer: Zuletzt berichtete der kicker, dass man mit Maximilian Mittelstädt einen ablösefreien Linksverteidiger von Hertha BSC holen wollte. Doch der steht wohl nun doch vor der Verlängerung in Berlin. Der Bild zufolge soll Werder auch an Leart Paqarada (FC St. Pauli) interessiert gewesen sein. Doch der geht laut Sky zum 1. FC Köln.


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