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Werder Bremen

Werder sucht Soforthilfen: Kommt Venlo-Torjäger Giakoumakis?

Simon Zimmermann
Georgios Giakoumakis hat in Venlo gezeigt, dass er für viele Tore sorgen kann
Georgios Giakoumakis hat in Venlo gezeigt, dass er für viele Tore sorgen kann / BSR Agency/Getty Images
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Werder Bremen braucht dringend Verstärkungen. Die finanziellen Zwänge machen den Verantwortlichen das Leben aber extrem schwer. Aus der zweiten Liga der Niederlande kommt offenbar der nächste Torjäger-Kandidat. Die Verhandlungen laufen.


Schalke, Werder und der HSV: Die drei großen Favoriten in der 2. Liga haben eins gemeinsam. Nach drei Spielen haben sie jeweils vier Punkte auf dem Konto. Kein Start nach Maß. Vor allem an der Weser ist die Stimmung alles andere als gut. Das liegt zum einen an der bitteren 1:4-Heimpackung gegen den SC Paderborn am Sonntag.

Zum anderen aber auch an der Situation im Kader. Nach den Verkäufen von Rashica, Sargent, Augustinsson und Co. fahnden die Verantwortlichen an der Weser fieberhaft nach den - ganz offensichtlich - dringend gebrauchten Verstärkungen. Doch trotz der öffentlichen Bekundungen von Sportchef Frank Baumann, man werde so schnell wie möglich einen neuen Stürmer präsentieren, ist bislang noch nichts Konkretes passiert.

Anfang versucht neue Spieler am Telefon zu überzeugen

Hannovers Marvin Ducksch soll der Wunsch-Knipser gewesen sein. Die Niedersachsen haben aber ihr Veto eingelegt. "Marvin ist einer von den Spielern, von denen wir gesagt haben, dass sie eine gute Qualität haben. Alles, was darüber hinausgeht, muss passen. Was die Verhandlungen betrifft, bin ich raus und weiß nicht, was möglich ist", hält sich Trainer Markus Anfang bei seinem Ex-Schützling weiter bedeckt (via Deichstube).

Anfang dürfte am allermeisten hoffen, dass sich in Sachen Neuzugänge bald etwas tut. Der Trainer selbst versucht alles, um potenzielle Kandidaten zu überzeugen. "Wenn wir sagen, ein Spieler ist interessant für uns, kann ich nur versuchen, den Kontakt zum Spieler herzustellen und ihn zu überzeugen", so Anfang. Wie schwierig diese Überzeugungsarbeit für ihn und vor allem für Baumann und Fritz ist, erklärte der 47-Jährige aber auch:

"Wir haben unsere wirtschaftlichen Ziele immer noch nicht erreicht, und das ist ein Problem. Wir können nicht einfach mal so einkaufen gehen und bestimmte Summen bezahlen, um einen Spieler sicher zu bekommen."

Kommt Giakoumakis aus der zweiten niederländischen Liga?

Der nächste Mittelstürmer-Kandidat ist offenbar dennoch gefunden. Georgios Giakoumakis soll als Soforthilfe kommen. Am besten natürlich sofort. Der 26-Jährige ist Grieche und steht aktuell beim VVV-Venlo in der zweiten niederländischen Liga unter Vertrag. Auf den ersten Blick fragt man sich da: Wie soll er Werder weiterhelfen?

Bei Giakoumakis loht aber ein zweiter Blick. Der sechsfache Nationalspieler war in der Rückrunde der Saison 2019/20 von AEK Athen nach Polen zu Górnik Zabrze verliehen. Ein halbes Jahr später ging es für 200.000 Euro nach Holland. Dort stieg er zwar mit Venlo aus der Eredivisie ab, lieferte individuell aber beeindruckende Zahlen. 26 Tore gelangen ihn in 30 Spielen!

Wie Sky berichtet, soll Werder mit Giakoumakis und Venlo in Verhandlungen stehen. Neben dem Griechen soll dann noch ein weiterer Offensivspieler kommen, der sofort weiterhelfen kann. Der Ausgang der Gespräche um Giakoumakis scheint aber noch völlig offen zu sein. Sein Vertrag ist bis 2022 gültig, kann nach Angaben von transfermarkt.de vom Klub aber per Option um ein Jahr verlängert werden.

Zuletzt galt der FC Basel als interessiert. Das Preisschild in Höhe von fünf Millionen Euro (Marktwert: 2,5 Mio. Euro) war den Schweizern Anfang August aber zu hoch. Kaum vorstellbar, dass Werder eine solche Ablöse stemmen kann. Es braucht also einmal mehr viel Verhandlungsgeschick. Und endlich einen besseren Ausgang als bei Ducksch, Aursnes und Co.

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