Werder Bremen

Kritik an Werder-Youngster Park: Fritz deutet eine Leihe des Südkoreaners an

Simon Zimmermann
Kyu-hyun Park stagniert in seiner Entwicklung
Kyu-hyun Park stagniert in seiner Entwicklung / Stuart Franklin/GettyImages
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Kyu-hyun Park stagniert in seiner Entwicklung und befindet sich im "Loch". Clemens Fritz hat offenbar eine Leihe des 20-jährigen Südkoreaners im Kopf. Womöglich die beste Lösung für beide Seiten.


Im vergangenen Sommer hat Werder Bremen 250.000 Euro in die Hand genommen, um Kyu-hyun Park fest aus der südkoreanischen Heimat zu verpflichten. Der Linksverteidiger spielte bereits zuvor zwei Jahre auf Leihbasis für die U19 und U23 von Grün-Weiß.

Die Hoffnungen waren groß, dass Park einer der Shootingstars der Saison werden könnte und ein wichtiger Teil des Profi-Kaders wird. Doch davon ist der 20-Jährige aktuell weit entfernt. Nur zwölf Mal stand er überhaupt im Spieltagsaufgebot, eingesetzt wurde er in der 2. Liga kein einziges Mal.

Zehn Pflichtspiele in der Regionalliga Nord für Werder II stehen für Park in der laufenden Saison auf dem Statistikbogen. Wie das Werder-Portal Deichstube berichtet, ist man bei den Verantwortlichen unzufrieden mit der Entwicklung des Youngsters. Auch, weil dessen Leistungen in der 4. Liga nicht immer zufriedenstellend waren.

"Für ihn ist es wichtig, dass er Spielpraxis bekommt. In welcher Form dass dann sein wird, werden wir in aller Ruhe besprechen", erklärte Clemens Fritz nun - und deutete damit zumindest die Möglichkeit einer Leihe an.

Park im "Loch" - Leihe als Win-Win?

Parks Vertrag ist noch bis 2024 gültig. Um ihm Spielpraxis auf höherem Niveau zu verschaffen und seine stockende Entwicklung voranzutreiben könnte eine Leihe durchaus Sinn ergeben. Bei Werder scheint derzeit der Weg zu den Profis versperrt.

Das "Loch" bei Park sieht Firtz derweil erst seit Jahresanfang: "Wir waren sehr zufrieden mit seiner Entwicklung. Er hat vielleicht zu viel nachgedacht und sich zu viel mit anderen Dingen beschäftigt", so der Leiter Profifußball. Und schob eine deutliche Kritik nach: "Wir wollen von Spielern, die im Kader der Profi-Mannschaft stehen, aber in der U23 zum Einsatz kommen, dass sie dem Spiel dort ihren Stempel aufdrücken. In diesem Punkt erwarten wir mehr von ihm."

Eine kurzzeitige Trennung und regelmäßige Spielpraxis in einem Profi-Team könnten für beide Seiten die beste Lösung sein. Erst recht, wenn Werder in die Bundesliga zurückkehrt. Denn der Weg ins Oberhaus scheint für Park noch ein deutlich zu großer zu sein.


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