Bleibt Frank Baumann bei Werder? Neuer Aufsichtsrat will im Winter entscheiden

Wie lange ist Frank Baumann noch Werder-Manager?
Wie lange ist Frank Baumann noch Werder-Manager? / Alexander Hassenstein/GettyImages
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In Bremen stand Frank Baumann in den letzten Wochen und Monaten besonders in der Kritik. Nach dem Bundesliga-Abstieg und der schwierigen Sommer-Transferphase umso mehr. Der Vertrag des Werder-Managers läuft im kommenden Sommer aus. Wie geht es weiter mit Grün-Weiß und dem 45-Jährigen?


Nachdem der neue Aufsichtsrat beim SVW seit Donnerstag offiziell im Amt ist, will man sich auch mit der Frage nach Baumanns Zukunft befassen. Aufsichtsratschef Marco Fuchs will aber erst im Winter eine konkrete Entscheidung treffen. Bis dahin bleibt Baumanns Zukunft offen. Eine Tendenz soll es noch nicht geben.

"Wir haben als neuer Aufsichtsrat die Aufgabe, uns ein Bild zu machen, wie wir weitermachen. Wir haben mit Frank Baumann vereinbart, dass wir im Winter sprechen werden. Man darf es nicht zu weit rausschieben, weil wir sonst keine Handlungsalternative hätten. Ich bin zuversichtlich, dass wir zu einer guten Entscheidung kommen. Ich verstehe es so, dass die Gespräche von allen ergebnisoffen diskutiert werden sollten", erklärte Fuchs (via Bild).

Fuchs voll des Lobes für Baumann

Der 59-Jährige ließ aber auch durchblicken, dass er mit Baumanns Arbeit einverstanden ist. "Er hat seit 2016 sehr gute Arbeit geleistet. Auch im Sommer hat er bei der Zusammenstellung des Kaders und bei den Transfer-Erlösen einen sehr guten Job gemacht. Ich bin mit der Arbeit von Baumann zufrieden", so Fuchs.

Trotz des Lobes will Fuchs aber noch zu keiner Richtung tendieren. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Aufsichtsrat entscheiden wird. Im Gremium sitzt aktuell kein Vertreter mit Profi-Erfahrung. Experten-Wissen kann man dem neuen Werder-Aufsichtsrat also nicht gerade nachsagen. Für Fuchs allerdings kein großes Problem: "Manchmal ist das gar nicht so schlecht. Ich glaube nicht, dass Hilfe von außen nötig ist", versicherte er.

Fuchs nur eine Übergangslösung bis zur Struktur-Reform

Ein wenig komisch mutet es aber an, dass Fuchs selbst davon ausgeht, eine Übergangslösung zu sein. Anders als Vorgänger Marco Bode will er sich deutlich mehr zurückhalten: "Ich werde nicht so nah am operativen Geschäft dran sein. Meine Rolle soll etwas klarer und zurückhaltender sein, aber das läuft einem Wiederaufbau nicht zuwider. Das Aufbruch-Signal kommt aus dem sportlichen Bereich mit dem neuen Trainer und der neuen Mannschaft."

Im kommenden Jahr soll laut Fuchs dann ein anderer übernehmen. Im Bestfall der neu-gewählte Präsident. Durch eine Struktur-Reform soll dieser nicht mehr in der Geschäftsführung vertreten sein, sonder in den Aufsichtsrat entsendet werden.