Top-Talent Fabio Chiarodia ist heiß begehrt: Wird er Werders neuer Star?

Oscar Nolte
Fabio Chiarodia
Fabio Chiarodia / Gabriele Maltinti/GettyImages
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Es war Mitte Oktober und nicht die Woche des SV Werder Bremen. Drei Spiele, drei Niederlagen. Doch zumindest einer dürfte sich ein wenig gefreut haben: Fabio Chiarodia.

Erst gab der junge Italiener am Mittwoch im DFB-Pokal beim SC Paderborn sein als jüngster Bremer aller Zeiten sein Pokaldebüt, dann feierte er am Samstag in der Bundesliga beim SC Freiburg sein Bundesliga-Debüt. Übrigens im Alter von 17 Jahren, vier Monaten und 17 Tagen. Damit ist er der jüngste Bremer der Bundesliga-Geschichte.

"Er hat das sehr gut gemacht. Auch in den Dingen, in denen das Alter grundsätzlich einen Unterschied macht, wie Körperlichkeit und Zweikampfverhalten", lobte Werder-Trainer Ole Werner.

Bremen-Youngster Fabio Chiarodia eines der größten Abwehrtalente Italiens

Überraschend kam das nicht. Der Innenverteidiger gilt als eines der größten Abwehrtalente Italiens. So kam er bereits 17-mal in der italienischen U17-Auswahl zum Einsatz und feierte kürzlich, im Alter von erst 17 Jahren sein Debüt für die U19-Mannschaft. Das weckt auch Begehrlichkeiten. In der Vergangenheit wurde bekannt, dass der FC Chelsea, Juventus Turin und Bayer Leverkusen Interesse an Chiarodia haben sollen. Die Liste dürfte wahrscheinlich noch viel länger sein.

Chiarodia wechselte vor acht Jahren vom VfL Oldenburg an die Weser und durchlief dort sämtliche Jugendteams. Mittlerweile gehört er fest zum Profikader - dabei könnte er auch noch für die A-Junioren spielen. "Er ist ein sehr talentierter Junge, klar im Kopf und sicherlich noch mal einen Schritt weiter als noch vor ein paar Monaten", sagte Trainer Ole Werner kürzlich.

Wenn er weiter so "klar im Kopf" ist und sich weiter steigert, dürften in den kommenden Monaten weitere Einsätze dazu kommen. Das ruhige Umfeld in Bremen dürfte der Entwicklung des Top-Talentes zumindest nicht schaden. Und wer weiß: Vielleicht wird Chiarodia der neue Star an der Weser. So einen hatte Werder schon lange nicht mehr.

Naja, bis Stürmer Niclas Füllkrug bei der WM in Katar für Deutschland auftrumpfte.


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