Nach Werders Köln-Klatsche: Werner wehrt sich gegen Risiko-Vorwurf

Yannik Möller
Ole Werner
Ole Werner / Christof Koepsel/GettyImages
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Die 1:7-Niederlage gegen den 1. FC Köln steckt Werder Bremen noch in den Knochen. Angesichts der vielen Gegentore stellten sich manche Fans zuletzt die Frage, ob die Spielweise von Ole Werner für die Rückrunde nicht doch zu riskant ist. Der Trainer sieht darin jedoch kein Problem.


Noch in der Winterpause hat Taktik-Experte Tobias Escher, der mit und für 90min auch die Weltmeisterschaft analysiert hat, bei der Deichstube eine gewagte These aufgestellt. Dort schrieb er: "Bremen bekommt [im Laufe der Rückrunde] mindestens drei dicke Packungen."

Diese "steile These" begründete er damit, dass der offensive Stil, der in der Hinrunde so gut funktioniert hat, im weiteren Saisonverlauf hier und da recht deutlich entschlüsselt werden wird. Am vergangenen Samstag durfte er sich bereits erstmals bestätigt sehen: Gegen den 1. FC Köln musste Werder gleich sieben Gegentore hinnehmen.

Nun stellt sich manch ein Fan die Frage: Ist der offensive Spielstil des Aufsteigers schlussendlich doch etwas zu riskant, sodass man ihn etwas anpassen und ein wenig vorsichtiger spielen sollte?

Bittencourt haderte mit gut vorbereiteten Kölnern - Werner will keine größeren Anpassungen vornehmen

Ein Aufhänger war auch die Aussage von Leonardo Bittencourt nach der Partie: "Die Kölner wussten von A bis Z, was wir machen." Man sei vom Effzeh "hops genommen" worden.

Ole Werner hingegen sieht sich und die Mannschaft weiterhin im Offensivstil bestätigt. Der Trainer deutlich (via Bild): "Das System wird sich von außen immer sehr schnell rausgepickt. Aber so einfach ist das nicht! Es birgt wenig Überraschungen, wenn wir unsere Grundordnung ändern. Uns ist es fast noch nie passiert, dass wir von einer Grundordnung des Gegners überrascht wurden."

So sei beispielsweise die eigene Raumaufteilung, je nach dem jeweiligen Gegner, "komplett anders". "Wir passen uns an. Das gilt es zu beachten", betonte er die ohnehin vorherrschende Vorsicht.

Werner zeigte sich "optimistisch, dass wir uns nicht jede Woche so wie in Köln präsentieren". Es wurde recht deutlich, dass er die Niederlage eher an einer schlichtweg schwachen Leistung festmachte, als an der grundsätzlichen Herangehensweise. Diese dürfe man nun auch nicht einfach so über den Haufen werfben, immerhin habe sie das Team "bislang stark gemacht".

Wenn es am Mittwochabend gegen Union Berlin geht, möchte der Coach auf besondere Signale in der Startelf, nach diesem markanten Ergebnis verzichten: "Wir werden die Startelf ins Rennen schicken, von der wir glauben, dass sie gegen Union für uns die beste Lösung ist."


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