Werder Bremen

Zweitliga-Experte: Das ist Werders Co-Trainer Patrick Kohlmann

Marc Knieper
Hier noch im Spielertrikot: Patrick Kohlmann (38) kennt die 2. Bundesliga als Profi und Coach
Hier noch im Spielertrikot: Patrick Kohlmann (38) kennt die 2. Bundesliga als Profi und Coach / Boris Streubel/GettyImages
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Ole ohne Kohle? Das geht nicht. Für Ole Werner war direkt nach seinem Wechsel zum SV Werder klar, dass er seinen Assistenten Patrick Kohlmann aka. "Kohle" mit an die Weser lotsen muss. 90min nimmt den neuen Bremer Co-Trainer einmal genauer unter die Lupe.


Dieser Mann kennt die 2. Bundesliga wie seine Westentasche. 142 Mal stand Patrick Kohlmann im Unterhaus auf und 162 Mal neben dem Platz. "Er hat einen sehr guten Blick für Einzelspieler und kennt die 2. Bundesliga so gut wie kaum ein anderer", erwähnte Werders Neu-Coach Ole Werner im Laufe seiner Begrüßungs-PK.

"Es war für mich sehr, sehr wichtig, dass er mitkommt", so Werner über seine absolute "Vertrauensperson". Seit 2016 kennen sich die beiden mittlerweile. Damals stand Werner noch an der Seitenlinie der Kieler Amateure und coachte Linksverteidiger Kohlmann in seiner letzten Saison als aktiver Spieler.

Seit September 2019 stehen die beiden schließlich gemeinsam am Spielfeldrand. "Kohle hat meine Arbeitsweise und Spielphilosophie in dieser Zeit natürlich sehr gut kennengelernt." Im Sommer dieses Jahres gelang den beiden beinahe der Aufstieg in die Bundesliga. Doch Holstein scheiterte in der Relegation am 1. FC Köln.

Für das neue Projekt in Bremen sei Kohlmann unumgänglich. Vor allem zu Beginn könne er dem Cheftrainer viele Automatismen abnehmen. "Er wird gewisse Inhalte vermitteln, sodass zu Beginn nicht alles von mir ausgeht", erklärte Werner, der damit genügend Zeit für (Einzel-)Gespräche mit Spielern und seinem neuen Umfeld habe.

Kohlmann mit Bundesliga-Einsatz für BVB

Kohlmann wuchs im Dortmunder Stadtteil Wickede auf. Über Westfalia Wickede und Eintracht Dortmund fand er 1993 den Weg zum BVB. Hier blieb er 14 Jahre, gehörte 2004/05 zum Profikader der Schwarz-Gelben und kam abseits seiner zahlreichen Partien für die Zweitvertretung in der Regional- und Oberliga auf einen Bundesliga-Einsatz gegen Kaiserslautern.

Zur Halbzeit musste der Linksverteidiger mit einer schweren Knieverletzung ausgewechselt werden. Nach dem Heilprozess trainierte er zwar noch einige Male mit den Profis und nahm hin und wieder auf der Bank Platz, ein weiterer Einsatz blieb ihm aber verwehrt.

Also verschlug es den damals 24-Jährigen zu Rot-Weiß Erfurt. Hier qualifizierte er sich mit seinen Kollegen für die neugeschaffene dritte Liga, wechselte nach nur einer Saison aber zum Ligakonkurrenten Union Berlin. Mit den Eisernen gewann er gleich im ersten Jahr die Drittliga-Meisterschaft und stieg entsprechend auf.

Nach sechs Jahren in der Hauptstadt schloss er sich letztlich Holstein Kiel an. Für zwei Jahre hatte er beim damaligen Drittligisten unterschrieben. Sein letztes Jahr kickte er in vier Spielen unter Werner für die Kieler Amateure. Anschließend läutete er als zusätzlicher Co-Trainer im Trainerstab von Markus Anfang seine Karriere als Assistent ein.

Heimatmensch mit irischem Blut

Kohles Vater ist Deutscher, seine Mutter Irin. Entsprechend besitzt der 38-Jährige auch eine irische Staatsangehörigkeit und entschied sich als Profi für die Nationalmannschaft der "Boys in Green". Fünf Mal lief Kohlmann für die irische U21-Nationalmannschaft auf.

Auch heutzutage kommt seine Heimatverbundenheit zum Vorschein. In einem Interview aus dem letzten Jahr verriet Kohlmann, dass seine Heimat Dortmund sein Lieblingsort sei und er gerne einmal das ein oder andere Guinness im Irish Pub schlürft. Ziemlich sympathisch...

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