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Werder Bremen

"Es tut so weh" - Die Stimmen und Netzreaktionen zum Abstieg von Werder Bremen

Simon Zimmermann
Trauer und Frust sind groß in Bremen
Trauer und Frust sind groß in Bremen / Pool/Getty Images
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Frust, Enttäuschung, Trauer! Werder Bremen muss in die 2. Liga! Wie die Fans auf den Abstieg reagieren und welche Worte Schaaf, Moisander und Co. zur großen Enttäuschung fanden:


Die 2:4-Heimpleite gegen Borussia Mönchengladbach besiegelt den zweiten Bundesliga-Abstieg des SV Werder Bremen. Nach nur einem Zähler aus den letzten zehn Saisonspielen rutschte Grün-Weiß nach dem 34. Spieltag auf den direkten Abstiegsrang.

Nach der Last-Minute-Rettung im vergangenen Jahr geht es nun doch runter ins Unterhaus. Der Frust und vor allem die Trauer rund um das Weserstadion und in ganz Bremen waren nach Schlusspfiff groß. Vor allem Theodor Gebre Selassie, der Werder nach neun Jahren verlassen wird, weinte nach dem Spiel hemmungslos. Auch bei Josh Sargent kullerten die Tränen.

Die Stimmen zum Abstieg:

Thomas Schaaf konnte als Interimscoach für das Endspiel die beispiellose Negativ-Spirale nicht mehr aufhalten. "Ich habe es versucht. Wir haben es versucht, die Wende reinzukriegen. Es hat nicht funktioniert. Das ärgert mich am meisten", erklärte der 60-Jährige am Sky-Mikro. "Es fällt mir schwer, gerade zu sprechen. Die Spieler sitzen in der Kabine. Stille", so Schaaf weiter.

"Wir haben es leider nicht so hinbekommen wie erhofft, mit mehr Überzeugung zu spielen. Das frühe Gegentor hat nicht geholfen. Wir haben eine Riesen-Möglichkeit auf den Ausgleich vergeben. Wir haben uns zu spät gewehrt. Wir müssen uns an die eigene Nase packen" führte Schaaf aus.

Kapitän Niklas Moisander fühlte nur noch Trauer (via Sky): "Dieser Moment ist so traurig. Es tut so weh. Es tut uns leid für Bremen. Das ist ein traumatischer Tag für uns alle." Am ARD-Mikro klangen die Worte ähnlich: "Das ist ein trauriger Tag für die ganze Stadt, den Verein und die Fans. Es tut mir leid, dass wir abgestiegen sind. Es ist schwer, Worte zu finden."

Davie Selke stand in der ersten Halbzeit besonders im Fokus. Der Angreifer vergab die sichere Chance zum Ausgleich (via Sky): "Das war die Riesen-Chance. Wenn du das machst, gibt es Bestätigung und hinterlässt Eindruck beim Gegner. Das war nicht der Fall."

Viele Anhänger blieben nach dem Spiel am Stadion. Es wurde erneut Pyrotechnik gezündet, die Polizei appellierte an die Menschen, nach Hause zu gehen. Eine Person wurde nach Angaben der Polizei verletzt.

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