90min

Wer verlängert bei Werder Bremen? Eine Prognose zu den auslaufenden Verträgen

Oct 17, 2020, 12:08 PM GMT+2
Niklas Moisander, Theodor Gebre Selassie
Wie geht es weiter? Die Verträge beider Bremer Kapitäne laufen aus | Soccrates Images/Getty Images
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Trotz der erst kürzlich gestarteten Liga und soeben beendeten Transferphase muss Werder-Manager Frank Baumann bereits mit einem Auge auf die auslaufenden Verträge seiner Schützlinge schielen. Mit Niklas Moisander und Theodor Gebre Selassie steht ab 2021 unter anderem die Zukunft beider Kapitäne auf dem Spiel. Wer verlängert, wer geht? 90min wagt sich an eine Tendenz.

1. Nick Woltemade

Werder-Jungspund Nick Woltemade besitzt noch keinen Profivertrag
Werder-Jungspund Nick Woltemade besitzt noch keinen Profivertrag | DeFodi Images/Getty Images

Während die Grün-Weißen mit der Ordnung ihrer misslichen Finanzlage zu kämpfen haben, pocht Eigengewächs Nick Woltemade auf seinen ersten Profivertrag im Hause. Angesichts seines unglaublichen Talents sorgt der 18-Jährige bereits jetzt für ordentlich Furore in der Fußballwelt. Potenzielle Interessenten halten sicherlich attraktive Vertragsangebote in der Hinterhand.

Cheftrainer Florian Kohfeldt möchte seine Mannschaft verjüngen, arbeitet gerne mit jungen Potenzialspielern und bringt sie auf das nächste Level. Das geht nur, wenn Spieler und Trainer sich gegenseitig vertrauen. Sofern Woltemade an eine Zukunft im grün-weißen Hemd glaubt, steht einer Vertragsverlängerung zu Profikonditionen (zumindest sportlich) nichts im Wege. Finanziell müsste sich der Hüne - auch angesichts der aktuellen Krisensituation - mit einem begrenzten Gehalt zufrieden geben.

Die Vertragsspräche zwischen Klub und Spieler starten dabei laut Bild-Informationen nicht vor Januar nächsten Jahres. Beide Parteien haben somit die Möglichkeit die sportliche Entwicklung des Angreifers weiterhin zu beobachten und Werders Sportdirektor Baumann kann obendrein die finanzielle Lage erneut evaluieren.

Tendenz: Für den perfekten Startschuss in seine Bundesligakarriere und die optimale Förderung des noch jungen Akteurs einigen sich Spieler und Klub auf einen langfristigen Vertrag am Osterdeich.

2. Niklas Moisander

Niklas Moisander
Niklas Moisander trägt trotz aktueller Reservistenrolle die Bremer Binde | TF-Images/Getty Images

Im November letzten Jahres verlängerte Moisander seinen im Sommer 2020 auslaufenden Vertrag um ein Jahr. Knapp ein Jahr später stehen Klub und Spieler vor der erneuten Frage: Kann der Kapitän den Norddeutschen mit seinen 35 Jahren noch effektiv weiterhelfen?

Seinen Stammplatz hat der Finne an Jungspund Marco Friedl verloren. Zusammen mit Milos Veljkovic bildet der Österreicher das Innenverteidiger-Duo der Grün-Weißen. Dass der Werder-Oldie in seine zweite Saison als Kapitän geht, verwunderte das Bremer Fanlager ohnehin. Einen Großteil der Spiele dürfte somit womöglich sein Vertreter Gebre Selassie als Kapitän leiten.

Tendenz: Sofern die Bremer Verantwortlichen weiterhin den Weg der Verjüngung fahren, sieht es für Moisander schlecht aus. Wie bereits bei Philipp Bargfrede, Sebastian Langkamp und Co. in diesem Jahr, werden die Hanseaten den Vertrag mit ihrem Kapitän im kommenden Sommer nicht verlängern.

3. Theodor Gebre Selassie

Theodor Gebre Selassie
Werders neuer Vizekapitän: Theodor Gebre Selassie kickt seit 2012 am Osterdeich | DeFodi Images/Getty Images

Anders als im Falle Moisander, dürfte Werder Bremen bei Theodor Gebre Selassie sehnlichst auf eine Verlängerung pochen. Aber auch der Tscheche selbst hat es in der Hand. "Die Wahrscheinlichkeit, dass es meine letzte Saison für Werder ist, ist hoch", verriet Werders neuer Vizekapitän erst kürzlich der Deichstube.

Bereits in diesem Sommer erhielt der 33-jährige Rechtsverteidiger ein Angebot aus seiner Heimat. Er habe "einen ganz kleinen Tick überlegt", es dann aber doch gelassen: "Vielleicht dann im nächsten Jahr."

Tendenz: Nach neun Jahren im grün-weißen Dress ist für Gebre Selassie im Sommer 2021 endgültig Schluss. Der Tscheche verlässt den Klub als dienstältester Spieler mit Stolz und über 250 absolvierten Bundesligaspielen. In seiner Heimat Tschechien lässt er seine Karriere ausklingen.

4. Christian Groß

Christian Gross
Kam eigentlich für die U23: Fighter Christian Groß | TF-Images/Getty Images

Christian Groß wechselte im Sommer 2018 von den Lila-Weißen aus Osnabrück an die Weser. Hier war der routinierte Innenverteidiger eigentlich als erfahrener Ü23-Profi für die Reservemannschaft in der Regionalliga Nord vorhergesehen. Angesichts der unheimlichen Verletztenmisere beförderte Cheftrainer Florian Kohfeldt den 31-Jährigen im September letzten Jahres kurzerhand in den Profikader.

Dort blieb Groß fleißig am Ball, überzeugte insbesondere als starker Zweikämpfer und Fighter. Mittlerweile gehört der gebürtige Bremer zum festen Bestandteil des Bremer Bundesliga-Repertoires. Doch auch sein Vertrag läuft im Sommer 2021 aus.

Tendenz: Die Bremer verlängern mit Groß um ein weiteres Jahr. Vor allem aufgrund der dünnen Personalschicht im Mittelfeld kann Flo Kohfeldt den beidfüßigen Strategen auf der Position des Sechsers - zumindest als Backup - sehr gut gebrauchen.

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