"Week of Football": Rummenigge unterstützt Reformen für die Champions League

Karl-Heinz Rummenigge fand großen Gefallen am letztjährigen Finalturnier
Karl-Heinz Rummenigge fand großen Gefallen am letztjährigen Finalturnier / Alexander Hassenstein/Getty Images
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Im letzten Jahr kam es aufgrund der Pandemie zu einem Novum, als die Champions League in Portugal in einem Final-Turnier ausgespielt wurde. Bei den Zuschauern kam dieses Turnier blendend an und auch Karl-Heinz Rummenigge scheint am K.o.-Modus Gefallen gefunden zu haben.

Für den Vorstandsvorsitzenden des
FC Bayern könnte sich diese Form zu einem Modell der Zukunft entwickeln.

Der FC Bayern triumphierte 2020 in der Königsklasse, nachdem man den Großteil der K.o.-Runde im Modus einer Welt- oder Europameisterschaft absolvierte. Ohne Rückspiele und an einem neutralen Ort ging es darum, in die nächste Runde einzuziehen.

Doch nicht nur der letztjährige Titel veranlasst Rummenigge nun, diese Form der Entscheidungsfindung auch für die Zukunft als Mittel der Wahl anzupreisen. Mögliche Änderungen des größten europäischen Wettbewerbs im Vereinsfußball werden derzeit von der UEFA diskutiert, der Bayern-Boss befürwortet diesen Prozess.

"Week of Football"- Halbfinals und Finale in einer Stadt

Demnach soll der europäische Verband abwägen, die Königsklasse in der Zukunft in einem "Final-Four" auszutragen. Dabei würden die beiden Halbfinals und das Finale jeweils in nur einem Spiel in derselben Stadt ausgetragen werden, ähnlich wie es im American Football oder im Handball der Fall ist.

Rummenigge bestätigte gegenüber fcb.tv, die UEFA wolle "ein bisschen nach dem Vorbild Super Bowl eine große Fußball-Attraktion zum Schluss einer Saison stattfinden lassen." Die Veranstaltung soll den Namen "Week of Football" tragen, für Rummenigge höre sich das Konzept "gut und schlüssig" an.

Der FC Bayern holte den Pott im ersten Final-Turnier
Der FC Bayern holte den Pott im ersten Final-Turnier / LLUIS GENE/Getty Images

"Grundsätzlich war es der größte Thrill, den die Champions League je erlebt hat. Du spielst im K.o.-System, 'the winner takes it all', der Verlierer ist draußen. Das hat den Leuten natürlich auch gut gefallen", sprach Rummenigge die gute Resonanz des Turniers in Portugal bei den Zuschauern an.

Zudem plane die UEFA auch eine Reform der Gruppenphase, die laut Rummenigge zuletzt "ein bisschen langweilig" geworden sei. Ob dies bedeutet, dass die Top-Klubs erst später in den Wettbewerb einsteigen, konnte der 65-Jährige nicht sagen, doch war er sich sicher:

"Das wird den Leuten gefallen, davon bin ich auch überzeugt."