Watzke vor CL-Finale mit Terzic-Ansage - BVB-Boss glaub an Ende der großen Bayern-Dominanz

Seinem BVB attestiert Hans-Joachim Watzke trotz der Underdog-Rolle gute Chancen im Finale der Champions League. Trainer Edin Terzic habe nie gewackelt, betonte der BVB-Boss zudem. Derweil glaubt Watzke nicht mehr an "diese extreme Dominanz" des FC Bayern.
Hans-Joachim Watzke
Hans-Joachim Watzke / Frederic Scheidemann/GettyImages
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Am Samstagabend spielt der BVB mit dem Finale der Champions League "eines der größten Spiele der langen Vereinsgeschichte", wie es Hans-Joachim Watzke gegenüber der Bild formulierte. Im Duell mit Real Madrid kann sich der Bundesligist zur besten Mannschaft in Europa krönen.

Natürlich gehen die Dortmunder eher als Underdog in diese Partie, bei der Real die größeren Siegchancen attestiert werden. Auf die Frage, wieso es der BVB doch schaffen werde, antwortete Watzke selbstbewusst: "Weil wir in einem Spiel immer etwas Außergewöhnliches schaffen können! Der BVB hat in seiner DNA, dass wir gegen besonders starke Gegner auch in der Regel Herausragendes leisten - speziell international. Kurzum: Real ist klarer Favorit, aber wir fühlen uns mit dieser Situation eigentlich sehr wohl."

Vor dem Halbfinale gegen Paris Saint-Germain habe immerhin "auch niemand einen Pfifferling auf uns gesetzt", erinnerte der Geschäftsführer. Schlussendlich habe man sogar das Hin- und das Rückspiel gewinnen können. "Aus diesem Finale können wir ohnehin nicht als Verlierer hervorgehen, sondern nur als der ganz, ganz große Gewinner!", machte Watzke weiter Mut.

PSG v Dortmund - UEFA Champions League Semi-final
Die Freude über den Einzug ins CL-Finale war natürlich groß / Anadolu/GettyImages

Angesichts des Einzugs in dieses prestigeträchtige Finale ist es natürlich umso interessanter, dass Edin Terzic in dieser Saison mehrere Phasen durchleben musste, in denen er sich einer großen Kritik ausgesetzt sah.

"Ich kann sagen, dass Edin nicht gewackelt hat! Punkt."

Watzke über den BVB-Coach (Bild)

Watzke wehrte jedoch die Behauptung, dass der Cheftrainer zwischenzeitlich vor dem Rauswurf gestanden habe, sehr deutlich ab. Er betonte: "Dass Edin Terzic gewackelt hat, ist eine relativ steile Hypothese. Es gibt außer mir auch fast niemanden, der einschätzen kann, wie die Situation wirklich war. Ich kann sagen, dass Edin nicht gewackelt hat! Punkt." Das sei "nicht einmal im Ansatz" der Fall gewesen.

Watzke sieht die Bayern-Dominanz vorerst unterbrochen

Dazu warf Watzke auch noch einen Blick auf den FC Bayern, der in dieser Saison weder Meister noch Pokalsieger wurde und sich zugleich auch nicht die Vizemeisterschaft sichern konnte. Seine mutige Prognose: "Die Bayern werden es in den nächsten zwei, drei Jahren zumindest schwer haben, so eine gewaltige Dominanz zu entwickeln, wie sie sie unter Pep Guardiola hatten!"

"Die Spitze der Bundesliga ist einfach besser geworden, was man ja auch an den Ergebnissen in Europa ablesen kann", führte Watzke auch direkt seine Erklärung dafür an. Er führte aus: "Diese extreme Dominanz, mit elf Titeln in Serie, daran glaube ich nicht mehr. Fakt ist aber: Bayern ist finanziell so stark wie kein anderer Klub und wird die richtigen Ableitungen aus dieser Saison treffen. Im nächsten Jahr werden sie bei der Meistervergabe wieder ganz vorne dabei sein."


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