Was verdient ein Bundesliga-Schiedsrichter? Und wer ist der Spitzenverdiener?

Yannik Möller
Sven Jablonski
Sven Jablonski / Christof Koepsel/GettyImages
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Oftmals kritisiert, aber doch grundlegend wichtig: Ohne die Schiedsrichter würde der Fußball nicht funktionieren. Doch wie viel Geld verdient ein Unparteiischer in der Bundesliga eigentlich? Und welcher Referee ist der bisherige Spitzenverdiener?


Vor zigtausenden im Stadion und vielen weiteren am Fernseher, also unter großem Druck und innerhalb von Millisekunden Entscheidungen treffen, die für die jeweiligen Mannschaften weitreichende Folgen haben können. Klar ist: Der Job eines Profi-Schiedsrichters ist keine Kaffeefahrt. Daher muss die Rolle auch entsprechend vergütet werden.

Gehalt nach Staffelung - auch VAR-Einsätze werden extra bezahlt

Im deutschen Schiedsrichterwesen gibt es dafür klare Strukturen und Regelungen (via kicker). Zum einen gibt es ein Grundgehalt. Dieser Betrag setzt sich in den jeweiligen Kategorien zusammen, in denen die Unterparteiischen eingeteilt sind. Einer aus der 'Elite'- oder 'First Class'-Stufe erhält 82.000 Euro jährlich.

Die sonstigen FIFA- und Bundesliga-Referees, die mindestens fünf Jahre dabei sind, erhalten 72.000 Euro. Alle anderen bekommen 62.000 Euro überwiesen. Wer (zusätzlich) als VAR aktiv ist, bekommt pro Jahr ein weiteres Grundgehalt von 6.000 Euro.

Deniz Aytekin
Deniz Aytekin gehört zu den beliebtesten Schiedsrichtern / Alexander Hassenstein/GettyImages

Dazu gibt es dann die Spiel-Honorare. Hier gilt: Je höher der Einsatz erfolgt und mit je mehr Verantwortung er verbunden ist, desto mehr wird auch gezahlt.

Wer als Hauptschiedsrichter eine Partie in der Bundesliga leitet, bekommt für das Spiel 5.600 Euro. In der 2. Bundesliga ist es die Hälfte.

Ein Vierter Offizieller im Oberhaus beispielsweise erhält 1.400 Euro. Das ist etwas weniger als derjenige bekommt, der ein Zweitliga-Spiel leitet, weil die Liga zwar niedriger, die Verantwortung aber zugleich höher ist.

Stieler, Zwayer und Stegemann an der Spitze für die Saison 2022/23

Die drei Spitzenverdiener der bisherigen Saison, wenn man es denn so formulieren möchte, sind Tobias Stieler, Felix Zwayer und Sascha Stegemann.

Während Stieler (8x Bundesliga, 3x 2. Liga, 3x Buli-VAR, 3x 2. Liga-VAR) in etwa 150.000 Euro bekommen hat, wovon sich fast 90.000 Euro auf das Grundgehalt beziehen, hat Zwayer nur wenige hundert Euro mehr bekommen. Er hat sieben Erstliga-Spiele geleitet und war vier Mal als VAR im Dienst. In Liga zwei leitete er vier Spiele und saß weitere vier Male vor den Monitoren in Köln.

Stegemann hat die gleichen Gehaltszahlen wie Zwayer vorzuweisen. Beide kommen auf etwa 151.000 Euro, davon beziehen sich - wie bei Stieler auch - fast 90.000 Euro auf das Grundgehalt, das sich nach ihrer Einordnung richtet.



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