Warum Lucas Tousart noch nicht wirklich bei Hertha BSC angekommen ist

Simon Müller
In Zukunft könnte Lucas Tousart bei Hertha BSC den Ton angeben
In Zukunft könnte Lucas Tousart bei Hertha BSC den Ton angeben / DeFodi Images/Getty Images
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Mit einer Ablösesumme in Höhe von 25 Millionen Euro ist er Herthas teuerster Transfer aller Zeiten, so richtig angekommen ist er in Berlin aber noch nicht: Die Rede ist von Lucas Tousart, der im Sommer aus Lyon nach Berlin wechselte.

Gegen Union gab Tousart zuletzt sein Comeback, nachdem er Hertha einen knappen Monat wegen Knieproblemen gefehlt hatte. Allerdings überzeugte der Franzose gegen den Stadtrivalen nicht wirklich und wurde bereits zur Pause wieder ausgewechselt.

Auch in seinen Spielen zu Saisonbeginn hatte Tousart bei Hertha nicht restlos überzeugen können. Doch wo liegen die Gründe dafür? Eine Rolle spielt sicherlich, dass Tousart nach dem Saison-Abbruch in der französischen Ligue 1 ein knappes halbes Jahr keinerlei Pflichtspiele bestritt.

Auch Trainer Bruno Labbadia hatte immer wieder betont, dass Tousart zunächst noch Zeit benötigen würde, um wieder auf sein eigentliches Leistungslevel zurückzukehren. Umso bitterer war es für Hertha BSC, als Tousart dann Anfang November gegen Wolfsburg verletzt ausgewechselt werden musste - und wieder einen knappen Monat ohne Spielpraxis blieb.

Gerade die Auftritte zuvor - gegen Leipzig und Wolfsburg machte Tousart bereits wieder einen deutlich besseren Eindruck - sollten Hoffnung geben, dass der 23-jährige Franzose früher oder später bei Hertha ankommen dürfte.

Eine weitere Schwierigkeit für den Sechser bestand bisher auch darin, dass Labbadia mangels Stabilität im defensiven Mittelfeld auf Niklas Stark vertraute. Dort liegt aber eigentlich die Parade-Position Tousarts. In den vergangenen Spielen wirkte Hertha aber mit Stark defensiv deutlich sicherer. Gerade deswegen wäre es denkbar, dass Tousart in den kommenden Spielen gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte (nach dem Auswärtsspiel in Gladbach trifft Hertha auf Mainz, Freiburg, Schalke, Bielefeld und Köln) die Rolle des Sechsers übernehmen darf.

Grundsätzlich ist im Falle Tousart also einfach Geduld gefragt - dass der Franzose Hertha weiterhelfen kann, hat er bereits vereinzelt unter Beweis gestellt: Unter anderem, als er mit einem feinen Diagonalball das 1:0 gegen Wolfsburg einleitete.

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