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Warum Bayerns Sané-Deal schlecht für Schalke ist

Leroy Sane
Bringt seinem Ex-Klub weniger als gedacht: Leroy Sané | Michael Regan/Getty Images

Der FC Bayern hat endlich Wunschspieler Leroy Sané. Der 24-Jährige hat den Medizincheck in München bereits absolviert und wird wohl am Freitag offiziell vorgestellt. Ganz zum Leidwesen von Schalke 04 konnten die Bayern die Ablöse für den Außenstürmer erheblich drücken.

Sané kostet den Rekordmeister offenbar nur knapp 50 Millionen Euro. Die Ablöse kann durch etwaige Bonuszahlungen noch ein wenig steigen - insgesamt dürfte man in München mit dem Preis aber hochzufrieden sein. Ganz anders wird man das auf Schalke sehen: Die erhoffte Transferbeteiligung am ehemaligen Knappen fällt flach.

Klausel für Verkaufsbeteiligung für Schalke greift nicht

Denn Königsblau hätte mit zehn Prozent am Transfererlös bei Sané partizipiert - wenn Manchester City mit ihm einen Gewinn erwirtschaftet hätte. Die Sky Blues verpflichteten Sané 2016 für 50 Millionen Euro. In diesem Sommer gibt man den Angreifer für etwas weniger an die Bayern ab. Die zehn Prozent für Schalke fallen damit flach.

Auf Schalke kann man gerade in der aktuellen finanziellen Schieflage jeden Cent gut gebrauchen. Umso ärgerlicher, dass sich Sané im vergangenen Jahr das Kreuzband riss und so der geplante Wechsel nach München verschoben werden musste. Anno 2019 wären die Bayern wohl zu einer Zahlung von knapp 100 Millionen Euro bereit gewesen - Schalke hätte fünf Millionen Euro kassiert!

Leroy Sane
Schalke hat bei Sané vergeblich auf einen Millionen-Betrag gehofft | Philipp Schmidli/Getty Images

75.000 statt fünf Millionen - auch Leverkusen bekommt Entschädigung

Ganz leer geht S04 aber nicht aus: Der sog. Solidaritätsbeitrag wird fällig. Fünf Prozent gehen demnach an die Klubs die an der Ausbildung des Spielers beteiligt werden. Aufgeteilt wird der Betrag nach Saisons im Verein und der Altersstufe (0,25 Prozent pro Saison vom 12. bis zum 15. Lebensjahr, 0,5 Prozent pro Saison vom 16. bis zum 23. Lebensjahr).

Für Schalke ergibt sich daraus eine Zahlung von 1,375 Mio. Euro.  Sané hatte zwischen 2007 und 2009 sowie von 2011 bis 2016 auf Schalke gespielt. Neben S04 bekommt aber auch Bayer Leverkusen ein bisschen was vom Kuchen ab: Sané lief zwischen 2009 und 2011 in der Bayer-Jugend auf und erhält 250.000 Euro.