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Waldschmidt & Koch: Wie läuft es bei den Ex-Freiburgern im Ausland?

Dec 4, 2020, 3:31 PM GMT+1
Brachen ihre Zelte in Freiburg ab: Robin Koch (l.) und Luca Waldschmidt
Brachen ihre Zelte in Freiburg ab: Robin Koch (l.) und Luca Waldschmidt | THOMAS KIENZLE/Getty Images
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Der SC Freiburg hat im vergangenen Sommer mit Luca Waldschmidt und Robin Koch zwei wichtige Leistungsträger verloren. Beide Nationalspieler kehrten der Bundesliga den Rücken und wagten den Sprung ins Ausland. Während Waldschmidt nach Lissabon zu Benfica wechselte, schloss sich Koch dem Premier-League-Aufsteiger Leeds United an. Mit ihren Wechseln scheinen die Ex-Freiburger alles richtig gemacht zu haben.

28 Millionen Euro spülten die beiden Transfers dem SC Freiburg in die Kassen und damit 19 Millionen mehr, als die Breisgauer einst an Ablösen bezahlt hatten. Im Ranking der vereinsinternen Rekordabgänge finden sich Waldschmidt (15 Mio. €) und Koch (13 Mio. €) auf den Plätzen drei und vier wieder.

Während ihrer Zeit im Breisgau entwickelten sich die beiden 24-Jährigen nicht nur zu Leistungsträgern, sondern feierten auch ihr Debüt für die A-Nationalmannschaft. Aktuell haben die ehemaligen Freiburger jeweils sieben Länderspiele auf dem Konto stehen. Im vergangenen Sommer wagten beide den nächsten Karriereschritt - bislang mit Erfolg.

Robin Koch - Stammspieler in der Premier League

Koch, der Ende August 2017 für vier Millionen Euro Ablöse vom 1. FC Kaiserslautern zum Sport-Club gewechselt war und für die Breisgauer insgesamt 87 Pflichtspiele (fünf Tore/zwei Vorlagen) bestritten hat, erkämpfte sich bei Leeds United auf Anhieb einen Stammplatz und ist bislang in der Innenverteidigung gesetzt. In der laufenden Premier-League-Saison verpasste der Sohn von Ex-Bundesliga-Profi Harry Koch noch keine einzige Spielminute. Mit dem Aufsteiger findet sich der Rechtsfuß nach zehn Spieltagen auf Platz zwölf (14 Punkte) wieder.

Zählt bei Benfica zu den Topscorern: Luca Waldschmidt
Zählt bei Benfica zu den Topscorern: Luca Waldschmidt | Gualter Fatia/Getty Images

Waldschmidt wechselte im Sommer 2018 nach Freiburg, wo ihm nach zwei schwierigen Jahren beim Hamburger SV der große Durchbruch gelang. Fünf Millionen Euro Ablöse legten die Breisgauer für den Angreifer auf den Tisch, der in seinen zwei Spielzeiten im SC-Trikot 56 Pflichtspiele absolvierte und dabei an 23 Treffern (17 Tore/sechs Vorlagen) direkt beteiligt war. Mit seinem Wechsel nach Portugal ging es für den 24-Jährigen zwar in eine kleinere Liga, mit Benfica spielt der Stürmer allerdings um Titel mit und ist auch international vertreten.

Am Donnerstagabend machte der Hauptstadtklub in der Europa League dank eines 4:0-Heimerfolgs gegen Lech Posen den Einzug in die K.o.-Phase vorzeitig perfekt. Waldschmidt kam gegen die Polen als Einwechselspieler zum Zug und absolvierte sein 13. Pflichtspiel für Lissabon. Fünf Treffer und drei Vorlagen waren dem Nationalspieler, der wie Koch bei seinem neuen Arbeitgeber zum Stammpersonal zählt, bislang vergönnt.

Doppelpack zum Einstand

Ein wahres Traumdebüt feierte der Ex-Freiburger am 1. Spieltag gegen den FC Famalicao, wo er beim 5:1-Erfolg einen Doppelpack schnürte. Bis zum 6. Spieltag führte Waldschmidt mit Benfica die Tabelle an, ehe man nach der ersten Saisonniederlage die Tabellenführung an Sporting verlor. Der Stadtrivale hat Platz eins auch vor dem 9. Spieltag noch inne und vier Punkte Vorsprung auf Benfica (18 Punkte).

In Lissabon scheint der 24-jährige Angreifer beste Voraussetzungen zu haben, um sich weiterzuentwickeln und sich für ein EM-Ticket zu empfehlen. Gleiches gilt für Koch in der Premier League bei Leeds United.

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