Champions League

Wieder sollen die Großen profitieren: Vorstoß für weitere Champions-League-Reform

Daniel Holfelder
Zuletzt durfte sich Thomas Tuchel über den Champions League-Titel freuen
Zuletzt durfte sich Thomas Tuchel über den Champions League-Titel freuen / SUSANA VERA/GettyImages
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Mal wieder liegt ein Reformvorschlag für die Champions League auf dem Tisch - und mal wieder soll der sportliche Wettbewerb zugunsten der Top-Klubs ausgehöhlt werden.


Wie der britische Guardian berichtet, will die European Club Association (ECA) die Teilnahme an der Königsklasse auch ohne die entsprechende sportliche Leistung ermöglichen.

Die ECA schlägt vor, dass zukünftig zwei Champions-League-Startplätze auf der Basis des UEFA-Klub-Koeffizienten vergeben werden. Der Klub-Koeffizient berücksichtigt die internationalen Erfolge der Klubs in den letzten fünf Jahren.

Auf diese Weise sollen Teams, die sich nur für die Europa League qualifiziert oder den nationalen Pokal gewonnen haben, trotzdem an der Champions League teilnehmen können. Aus allen Europa-League-Qualifikanten und Pokalsiegern werden - sofern der Vorstoß der ECA Früchte trägt - die zwei Teams für die Königsklasse ausgewählt, die den höchsten UEFA-Koeffizienten vorweisen können.

Die Regelung würde also dazu führen, dass die europäischen Spitzenvereine auch dann in die Champions League kommen, wenn sie einmal ein sportlich schwächeres Jahr erleben. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich europaweit drei Top-Klubs in einem Jahr nicht direkt für die Königsklasse qualifizieren, liegt nahezu bei Null.

Die Idee ist natürlich nicht ganz neu. Ab 2024, wenn der neue CL-Modus mit 36 statt 32 Mannschaften und ohne die aktuelle Gruppenphase in Kraft tritt, werden ohnehin zwei weitere Startplätze durch den UEFA-Koeffizienten ergeben. Die ECA will diese Neuerung jetzt schon früher implementieren.


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