Vom Publikumsliebling zum Bankdrücker: Der Verlierer des VfB-Erfolgs

Der VfB Stuttgart spielt eine furiose Saison mit tollem Offensivfussball. Stürmerstar Silas wurde die gute Form seiner Kollegen allerdings zum Verhängnis.

Silas
Silas / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Der VfB Stuttgart ist dank einer sensationellen Saison auf Champions-League-Kurs. Für den Großteil der 63 erzielten Treffer sind Serhou Guirassy, Denis Undav und Chris Führich verantwortlich, die aus der Stuttgarter Startelf nicht mehr wegzudenken sind. Für Silas (erst drei Saisontore) ist spätestens seit Herbst nur noch Platz auf der Bank.

Der 25-Jährige, der vor nicht allzu langer Zeit noch als großer Publikumsliebling der Schwaben galt, kann als Verlierer des Stuttgarter Höhenflugs bezeichnet werden. Silas stand in der Hinrunde immer seltener in der Startelf, zuletzt Anfang Dezember beim 2:0-Heimsieg gegen Bremen. Seit dem Afrika-Cup kam der Kongolese nur noch zu vier Kurzeinsätzen.

Hoeneß: Silas mit "durchwachsenen Einwechslungen"

"Silas hatte die eine oder andere Einwechslung, die, sagen wir mal, durchwachsen war", erklärte Trainer Sebastian Hoeneß (via kicker), wieso es bei Silas so lange nicht mehr für einen längeren Einsatz reichte. "Aber das waren immer wieder Situationen und Spielphasen, die nicht ganz einfach für ihn waren."

Damit meint Hoeneß Spiele wie in Wolfsburg "als es darum ging, das 3:2 irgendwie über die Zeit zu bekommen", sowie in Hoffenheim "als beim Stand von 3:0 wahrscheinlich auch nicht mehr der totale Zug in der Mannschaft war. Phasen, in denen er eingewechselt wurde, unser allgemeines Spiel aber nicht mehr richtig gut war. Das ist für ihn natürlich nicht ganz einfach."

Klar ist aber auch, dass Silas' kurze Einsatzzeiten vor allem mit Formstärke der anderen Offensivspieler zusammenhängen. "Es ist einfach so, dass wir gerade viele Spiele gewinnen, dass wir gute Leistungen zeigen. Und das betrifft natürlich auch die Offensivspieler, die im Endeffekt seine Konkurrenten sind", weiß auch Hoeneß.

Trotzdem macht der Trainer seinem Spieler Hoffnung, dass es künftig wieder bergauf geht: "Er ist sicher nicht zufrieden, stellt das aber nicht zur Schau und ist weiterhin fleißig im Training. Was ich ihm hoch anrechne. Das ist andererseits natürlich auch die Voraussetzung, damit er wieder performen kann. Er muss da sein, muss gut trainieren. Das tut er und deswegen können sich die Dinge schnell wieder ändern. Silas ist nicht weit weg, er ist nah dran und immer ein Spieler, der mit seinem Tempo und seinem Eins-gegen-eins aus dem Nichts gute Situationen kreieren kann. Darauf muss er heiß sein, wenn er die Chance bekommt."


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