VfL Wolfsburg

Nach geplatztem RB-Wechsel: Maxence Lacroix beim VfL Wolfsburg wieder glücklich

Simon Zimmermann
Maxence Lacroix hat große Ziele
Maxence Lacroix hat große Ziele / Martin Rose/Getty Images
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Maxence Lacroix wäre diesen Sommer gerne zu RB Leipzig gewechselt. Der VfL blockte die Abwerbungsversuche allerdings ab. Nun scheint sich der Franzose mit einem Verleib bei den Wölfen abgefunden zu haben - und formuliert hohe Ziele.


2020 verpflichtete der VfL Wolfsburg einen 20-jährigen Innenverteidiger aus der zweiten französischen Liga. Fünf Millionen Euro Ablöse zahlten die Wölfe für Maxence Lacroix, der in Deutschland nur eingefleischten Fußball-Insidern ein Begriff war.

Ein Jahr später gilt Lacroix als einer der besten Abwehrspieler der Bundesliga. Der 21-jährige Franzose hat eine konstant starke Debüt-Saison im deutschen Oberhaus hingelegt und war einer der Eckpfeiler beim VfL für die Qualifikation zur Champions League.

Dennoch wollte Lacroix die Wölfe so schnell wieder verlassen, wie er gekommen war. RB Leipzig lockte mit dem berühmten nächsten Schritt. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler glaubte, in Leipzig bessere Chancen zu haben, für die A-Nationalmannschaft infrage zu kommen.

Stand heute, wurde Lacroix nicht mal für die U21 seines Landes nominiert. Hohe Ziele hat der Abwehr-Youngster dennoch. "Ich will zur WM", sagte er gegenüber dem kicker. Angesichts der enormen Konkurrenz bei der Equipe Tricolore ein sehr ambitioniertes Ziel.

Sinneswandel bei Lacroix? "Es ist perfekt, ich bin glücklich"

Empfehlen muss er sich dafür weiterhin beim VfL, wo sein Vertrag noch bis 2024 gültig ist. In Wolfsburg blockte man den Abwerbungsversuch aus Leipzig zuvor rigoros ab. Unter Wert wollte man den Shootingstar nicht verkaufen. Für Lacroix war der gescheiterte Wechsel zunächst ein Rückschlag, wie er selbst zugibt. "Es war schwer für mich. Ich bin jung, es war für mich das erste Mal, dass ich einige Angebote hatte. Ich wollte wechseln", gab er unumwunden zu.

Natürlich sei er "ein bisschen sauer gewesen". Aber: "das ist das Leben", so der Franzose. Nun wolle er sich "zu 100 Prozent" auf Wolfsburg konzentrieren. Zum Saisonstart klappte das schon wieder sehr gut. Und all zu schlimm scheint es in der Autostadt nicht zu sein - auch was die Perspektive angeht: "Jetzt bin ich hier, spiele in der Champions League, wir haben Leipzig geschlagen, wir sind Erster in der Bundesliga - es ist perfekt, ich bin glücklich."

Eine späte Einsicht mit Happy End? "Der Klub hat mir dabei geholfen, dass ich so spielen kann", erklärte Lacroix. Und dieser Klub könne ihm auch weiter helfen. Schließlich wolle er "einer der besten Verteidiger in der Bundesliga werden, und vielleicht kann ich eines Tages der Beste auf der Welt sein".

Wie lange diese Entwicklung noch in Wolfsburg stattfinden wird, bleibt offen. Spielt Lacroix auf seinem aktuellen Niveau weiter, wird es im kommenden Sommer neue Spekulationen geben. Ob sich der Franzose dann noch an seine aktuellen Worte erinnert? Fraglich! Vielmehr scheint die Erfolgsgeschichte zwischen Lacroix und dem VfL eine zeitlich beschränkte zu werden...

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