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VfL Wolfsburg

"Bodenlos und niemals ein Elfer" - Wolfsburg-Frust über umstrittenes Sevilla-Remis

Yannik Möller
Auch Mark van Bommel beschwerte sich anschließend beim Schiedsrichter
Auch Mark van Bommel beschwerte sich anschließend beim Schiedsrichter / Martin Rose/Getty Images
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Der VfL Wolfsburg konnte auch gegen den FC Sevilla nicht gewinnen, bleibt damit weiter sieglos in der Champions League. Das 1:1 war jedoch nur durch einen sehr umstrittenen Elfmeter kurz vor Abpfiff zustande gekommen. Die Wölfe ärgerten sich entsprechend.


Bis zur 84. Minute schien für den VfL Wolfsburg alles auf einen Sieg hinauszulaufen. Bis dahin führte der Bundesligist gegen den FC Sevilla. Nach dem 0:0 am ersten Spieltag der Champions League war der erste Dreier eigentlich nur noch Formsache. Bis sich Schiedsrichter Georgi Kabakov im Zusammenspiel mit dem Videoassistenten zu einer fragwürdigen Elfmeter-Entscheidung hinreißen ließ.

Ein Strafstoß, der in zehn Fällen vielleicht ein einziges Mal gegeben wird. Doppelt verständlich also, dass sich die Wölfe mächtig aufregen. Ganz deutliche Worte fand etwa Maximilian Arnold gegenüber Dazn (via Sport1): "Das ist bodenlos. Wenn man das sieht - er zeigt ihm nur das Standbild. Da kann man viele Elfmeter pfeifen. Ich weiß nicht, ob die Schiedsrichter heute zum ersten Mal den Videobeweis genutzt haben."

Der 27-Jährige weiter: "Das kann man in der Champions League nicht pfeifen. Ohne den Schiedsrichter hätte Sevilla heute nichts mitgenommen." Wohl wahr, denn bis zum Pfiff waren die Spanier kaum gefährlich geworden.

Maximilian Arnold, Georgi Kabakov
Maximilian Arnold hatte nach Abpfiff noch viel Redebedarf / Martin Rose/Getty Images

Mark van Bommel hätte gerne den Königsklassen-Sieg mitgenommen. Auch er kritisierte die Schiedsrichter-Entscheidung: "Alle sind sich glaube ich einig, dass das kein Elfmeter war. Ich weiß nicht, was der Schiedsrichter gesehen hat. Man kann es auch übertreiben mit dem Videobeweis."

Zum Spiel allgemein äußerte sich der Trainer ebenfalls (via Sky): "Ich glaube nicht, dass [das Unentschieden] leistungsgerecht ist, auch nicht wegen des Spiels. Sevilla hatte zwar mehr Ballbesitz, aber sich keine großen Chancen herausgespielt. Wir haben sehr gut verteidigt."

Wölfe-Torschütze Renato Steffen war zwar auch sichtlich enttäuscht, doch beließ er es bei deutlich milderen Worten. "Es ist schwierig für den Schiedsrichter. Er hat heute gegen uns entschieden, aber wir müssen das hinnehmen. Wir können es nicht mehr ändern", bilanzierte der Außenspieler.

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