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VfL Wolfsburg: Maina für Schmadtke (noch) zu teuer

Linton Maina
Linton Maina könnte schon bald den Sprung in die Bundesliga schaffen | Stuart Franklin/Getty Images

Die 57. Bundesliga-Saison ist gerade erst Geschichte, da laufen die Vorbereitungen für die nächste Spielzeit bereits auf Hochtouren. So auch beim VfL Wolfsburg, die in Person von Geschäftsführer Jörg Schmadtke auf der Suche nach Kaderverstärkungen für das nächste Jahr scheinbar bei Hannover 96 fündig geworden sind. Der Preis für das Objekt der Begierde, Linton Maina, soll allerdings noch zu hoch sein.

Das berichtet die Bild unter Berufung auf Aussagen des Wolfsburger Geschäftsführers. Demnach sei der Preis, den die 96er für den 21-jährigen Flügel-Angreifer verlangen, derzeit noch eindeutig zu hoch. Der gebürtige Berliner, dessen Marktwert sich auf rund 6,3 Millionen Euro beläuft, ist einer der wenigen Hannoveraner, die das Potenzial für die Bundesliga mitbringen. Heißt für 96-Präsident Martin Kind, aber auch mögliche Abnehmer: Für weniger als zehn Millionen Euro wird man das Talent nicht ziehen lassen.

Schmadtke: "Sind nicht im Phantasieland!"

Laut Jörg Schmadtke, der den U21-Nationalspieler gerne nach Wolfsburg locken möchte, viel zu viel für den aktuellen Zweitliga-Kicker: "Maina ist ein interessanter Spieler – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Und die sind bei der Ablöse keine 10 Millionen und mehr. Wenn Anton für 5 plus X wechseln kann, kann man nicht über 10 Millionen für Maina verlangen. Wir sind ja nicht im Phantasialand!"

Bei seinem Vergleich mit dem angesprochenen Waldemar Anton stützt sich der 56-Jährige sowohl auf Berichte, dass der 23-jährige Innenverteidiger schon für rund fünf Millionen Euro zu haben sei, als auch auf die respektable Krankenakte Mainas. Allerdings: Der Vergleich zwischen Anton und Maina hinkt. Zum einen ist Maina noch einmal zwei Jahre jünger als sein Vereinskollege und zum anderen hat der 21-Jährige noch einen Vertrag mit zwei Jahren Laufzeit, während Antons Arbeitspapier bereits im nächsten Jahr ausläuft.

Maina ein Olympia-Kandidat

Darüber hinaus steht Maina mit großer Sicherheit kurz vor einem Engagement bei den Olympischen Spielen in Tokio für die deutsche Nationalmannschaft und Trainer Stefan Kuntz. Ein Szenario, das den Marktwert des technisch versierten Angreifers noch einmal steigern könnte. Ob die Wölfe letztendlich doch noch zuschlagen, ist hingegen noch völlig offen.