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VfL Wolfsburg

Mit neuer Haltung in die Rückrunde: VfL Wolfsburg will mit Kohfeldt die Wende schaffen

Simon Zimmermann
Florian Kohfeldt will dem VfL eine "andere Haltung" einprägen
Florian Kohfeldt will dem VfL eine "andere Haltung" einprägen / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Tief im Tabellenkeller verabschiedet sich der VfL Wolfsburg aus dem Jahr 2021. Nach sieben Pleiten in Folge sind die Wölfe am Boden. Aufstehen wollen sie wieder mit Trainer Florian Kohfeldt! Der gab sich nach dem 0:4 in München kämpferisch.


Mit sieben Pflichtspielpleiten am Stück verabschiedet sich der VfL Wolfsburg in die kurze Winterpause. Nach dem guten Start von Florian Kohfeldt steckt auch der zweite Wölfe-Coach in dieser Saison in der Krise.

Dass der VfL in München wenig Chancen haben würde, etwas Zählbares mitzunehmen, dürfte schon vor Anpfiff relativ klar gewesen sein. Zu schlecht, verunsichert und außer Form präsentierte sich der letztjährige Tabellenvierte in den vergangenen Wochen.

"Jetzt ist es gut den Kopf auch mal freizukriegen"

Nach dem 0:4 wollte Kohfeldt "keinen Katastrophen-Auftritt" seiner Mannschaft gesehen haben. Schränkte aber ein, dass es "auch kein guter" gewesen sei. "Die Niederlage tut schon weh. Ich finde, dass wir gerade in der ersten Halbzeit ein ordentliches Spiel gemacht haben. Wir haben wenig zugelassen und aus meiner Sicht zwei Riesen-Chancen, von denen wir eine machen müssen. Dann kriegst du das zweite und das dritte, und es fühlt sich so an, als ob es am Ende so deutlich war. Klar, es ist eine verdiente Niederlage, aber jetzt ist es gut den Kopf auch mal freizukriegen", meinte der VfL-Coach gegenüber DAZN.

Als die Bayern in der zweiten Halbzeit aggressiver und zielstrebiger agierten, war es mit der defensiven Stabilität der Wölfe schnell vorbei: "Wir verteidigen schlecht in entscheidenden Momenten. Das vierte Tor geht so einfach nicht. Wir müssen diese Dinge verteidigen, das kann nicht unser Anspruch sein", stimmte Kohfeldt zu.

Nun ist die herbeigesehnte Winterpause da. Kohfeldt wird zur Rückrunde die Chance bekommen, das Team wieder in die Spur zu kriegen. Für ihn sei das "keine Mammutaufgabe", betonte er bei Sat1. "Wir haben Qualität in der Mannschaft und wir werden im Januar einen anderen Auftritt hinlegen", so Kohfeldt weiter. Dabei wolle er der Mannschaft eine "andere Haltung" einimpfen.

Kohfeldt sieht keine Parallelen zu Werder

Parallelen zu seiner Zeit in Bremen sieht Kohfeldt nicht wirklich: "Es ist ganz anders. Die Entwicklung in Bremen hat über einen längeren Zeitraum angehalten. Was ich hier sehe? Die Mannschaft braucht Anker und Leitplanken und muss auch in kritischen Momenten wissen, wofür wir stehen. Und das müssen wir uns erarbeiten." (via DAZN)

Zeit dafür wird er endlich bekommen. Während der Dezember vollgepackt war mit englischen Wochen, hat Kohfeldt nun mehr Zeit, um mit der Mannschaft auf dem Trainingsplatz zu arbeiten. Auch deshalb steht der neue Trainer für Sportdirektor Marcel Schäfer überhaupt nicht zur Debatte.

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Marcel Schäfer glaubt an die Trendwende mit Florian Kohfeldt / RONNY HARTMANN/GettyImages

Schäfer von Kohfeldt "total überzeugt"

"Wir müssen ein paar Dinge verändern und das werden wir tun. [...] Wir sind total überzeugt, dass wir mit ihm die Kehrtwende schaffen und aus dieser schwierigen Phase gemeinsam herauskommen", betonte Schäfer gegenüber Sat1.

"Niederlage fühlt sich immer scheiße an. Sieben in Folge umso mehr. Wir wissen, dass es eine ganz schwierige Situation ist, aber wir wollen die Winterpause nutzen, um mal abzuschalten. Ich denke es ist in so einer Phase ganz, ganz wichtig, auch mal an etwas anderes als Fußball zu denken", so der VfL-Sportdirektor weiter.

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