VfB Stuttgart

Trotz 5 Gelben Karten: Warum VfB-Abwehrchef Waldemar Anton nicht gesperrt ist

Simon Zimmermann
Waldemar Anton darf gegen Union Berlin auflaufen
Waldemar Anton darf gegen Union Berlin auflaufen / Alex Grimm/GettyImages
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Gegen Borussia Mönchengladbach sah Waldemar Anton seine fünfte Gelbe Karte. Gesperrt ist der Abwehrchef des VfB Stuttgart gegen Union Berlin dennoch nicht. Möglich machen das die DFB-Regularien bei Platzverweisen.


Einmal tief durchatmen beim VfB Stuttgart. Nach neun Spielen ohne Erfolg gelang am vergangenen Samstag der lang ersehnte Dreier gegen Gladbach. Doch wirklich lange kann man sich im Ländle auf dem Sieg nicht ausruhen. Als Tabellen-17. liegt man weiterhin einen Zähler hinter dem Relegationsplatz und drei hinter dem rettenden Ufer.

Am kommenden Samstag geht es für den VfB nun an die Alte Försterei (15.30 Uhr). Abwehrchef Waldemar Anton wird dann mitwirken können - obwohl er gegen die Fohlen seine fünfte Gelbe Karte gesehen hatte.

VfB-Sportchef Sven Mislintat freute sich nach dem Spiel noch gegenüber dem kicker, dass Pascal Stenzel seine jüngste Wadenverletzung rechtzeitig auskuriert habe, "um Waldi in Berlin ersetzen zu können". Dabei hatte wohl nicht mal er das DFB-Regelwerk genau auf dem Schirm.

Denn laut der Spielordnung des Verbandes wird eine Gelbe Karte aus einem Spiel gestrichen, sollte im Anschluss im selben Spiel ein Platzverweis erfolgen. Besagtes ist am 4. Spieltag beim 1:1 gegen Eintracht Frankfurt geschehen. Anton sah nach 36 Minuten Gelb. In der 82. Minute flog er nach einem Foul an Rafael Borré mit Rot vom Platz.

"Im Falle eines Feldverweises, auch eines Feldverweises nach zwei Verwarnungen, gilt eine im gleichen Spiel ausgesprochene Verwarnung als verbraucht und wird nicht registriert. Auf die übrigen bis dahin verhängten Verwarnungen bleibt der Feldverweis ohne Bedeutung", heißt es dazu in Paragraph 43 Nr. 4.

Nun muss Anton allerdings aufpassen, in Berlin nicht seine tatsächlich fünfte Gelbe Karte zu bekommen. Dann wäre er nämlich im kommenden Heimspiel gesperrt. Und das hat enorme Bedeutung im Kampf um den Klassenerhalt. Es geht gegen den direkten Konkurrenten FC Augsburg.


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